"Jyllands-Posten": Kniefall für Mohammed-Karikatur

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Eine rechtsradikale Tageszeitung hat in Dänemark die Entschuldigung des "Politiken" gegenüber Saudi-Arabien heftig kritisiert.

Århus - Eine Tageszeitung hat in Dänemark die Entschuldigung gegenüber Saudi-Arabien heftig kritisiert. Im Kommentar war von einem Kniefall für die Mohammed-Karikatur die Rede.

Die dänische Tageszeitung “Jyllands-Posten“ (Århus) kommentiert am Samstag die Entschuldigung des heimische Blattes “Politiken“ für die Wiederveröffentlichung einer umstrittenen Mohammed-Karikatur.

Sie war zuerst in “Jyllands-Posten“ erschienen und hatte zusammen mit elf weiteren Zeichnungen heftige Proteste in der islamischen Welt ausgelöst: “Ein Anwalt aus Saudi-Arabien hat dänischen Zeitungen mit Klage gedroht, wenn sie sich nicht für die Mohammed-Zeichnung unseres eigenen Karikaturisten Kurt Westergaard entschuldigen, die sie vor anderthalb Jahren abgedruckt hatten. (...)

Kein Dialog über Steinigung vergewaltigter Frauen

“Politiken“ ist als einziges dänisches Blatt auf die unpassende Drohung eingegangen und begründet den Kniefall mit dem magischen Begriff Dialog. Der ist immer erst mal positiv.

Aber wir sehen keinen Grund zum Dialog etwa darüber, ob die Steinigung vergewaltigter Frauen oder das Aufhängen Homosexueller an einem Kran angemessen ist. Es gibt auch keinen Grund zum Dialog darüber, ob dänische Zeitungen in Saudi-Arabien, dem Jemen oder Pakistan redigiert werden sollen.“

dpa

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