Kritik an Familienpolitik

Kardinal Meisner: Mehr Kinder statt Zuwanderung

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Der Kölner Kardinal Joachim Meisner

Stuttgart - Deutschland braucht nach Ansicht des Kölner Kardinals Joachim Meisner mehr Kinder. Auf Zuwanderung zur Bewältigung des demographischen Wandels zu setzen, wie dies Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tue, sei falsch.

Das sagte Meisner in einem Interview der „Stuttgarter Zeitung“ (Dienstag). „Wir können doch den Portugiesen und Spaniern nicht die Jugend und damit die Zukunft ihres Landes wegnehmen, nur aus Egoismus.“

Stattdessen gelte es, „den hohen Wert der Familie mit Mutter und Vater für die Kinder bewusst machen“, so der Erzbischof weiter. „Wo werden denn Frauen wirklich öffentlich ermutigt, zu Hause zu bleiben und drei, vier Kinder auf die Welt zu bringen?“

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Ihn erinnere die derzeitige Familienpolitik, die Müttern eine schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz ermöglichen wolle, an seine Zeit in der DDR, sagte Meisner, der vor der Wende 1989 Weihbischof in Erfurt und Bischof von Berlin war. Weil man damals im Osten Deutschlands Produktionskräfte gebraucht habe, seien die Kinderkrippen erfunden worden. „Dort hat man den Frauen eingeredet, wer wegen der Familie zu Hause bleibe, sei dement.“

KNA

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