Katholische Kirche warnt vor PID

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In der Universitätsfrauenklinik in Leipzig geht im Labor des Zentrums für Reproduktionsmedizin eine Laboringenieurin an Abbildungen von Eizellen mit Spermien nach einer künstlichen Befruchtung vorbei. Die Katholische Kirche in Deutschland hat den Bundestag vor der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) gewarnt.

Rottenburg - Die Katholische Kirche in Deutschland hat den Bundestag vor der Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) gewarnt. Die Achtung jedes Menschen sei bedroht, sollte die PID erlaubt werden.

Das schrieben der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch und der Rottenburger Bischof Gebhard Fürst für die Bioethik-Kommission der Bischofskonferenz an die Parlamentarier.

Ende Juni will der Bundestag darüber entscheiden, ob Gentests an im Reagenzglas erzeugten Embryonen erlaubt werden. Dabei untersuchen Mediziner die erzeugten Embryonen auf Erbkrankheiten oder Chromosomendefekte und setzen diese dann gegebenenfalls nicht ein. Befürworter und Gegner gibt es in allen Fraktionen. Die Abstimmung findet deswegen ohne Fraktionszwang statt.

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Die Bischöfe Zollitsch und Fürst bezeichnen die Entscheidung des Parlaments als “Weichenstellung für die Zukunft einer humanen Gesellschaft“. Die PID könne die Humanität der Gesellschaft ernsthaft und in vielfacher Weise bedrohen, schrieben sie laut Mitteilung des Bistums Rottenburg-Stuttgart.

Die Angst von Eltern vor einem behinderten Kind sei verständlich. Doch auch einer streng begrenzten PID, wie sie von einigen Abgeordneten in Berlin als Kompromiss unterstützt wird, stehe entgegen, dass es sich auch bei künstlich erzeugten Embryonen von Anfang an um Menschen handle. Die Auswahl eines “gesunden“ Embryos gehe stets mit dem Verwerfen “nicht gesunder“ Embryonen einher. Das Leben komme “mit seinen schönen und schweren, mit seinen leidvollen und glücklichen Seiten letztlich aus Gottes Hand“, schreiben die Bischöfe.

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