Frist für Friedensgespräche endet

Kerry: Israel könnte Apartheidstaat werden

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US-Außenminister Kerry hat sich ungewohnt offen zum Nahost-Konflikt geäußert.

Jerusalem - In ungewöhnlich offener Form hat US-Außenminister Kerry Israel davor gewarnt zu einem Apartheidstaat zu werden. Er nannte eine Zwei-Staaten-Lösung die "einzig wirkliche Alternative".

US-Außenminister John Kerry hat Israel einem Bericht zufolge in ungewöhnlich offener Form davor gewarnt, zu einem Apartheidstaat wie das frühere Südafrika zu werden. „Eine Zwei-Staaten-Lösung wird die einzige wirkliche Alternative sein. Weil ein Einheitsstaat (Israel mit dem Westjordanland und Ost-Jerusalem) entweder in einem Apartheidstaat mit Bürgern zweiter Klasse (Palästinenser) oder in einem Staat enden könnte, der die Fähigkeit Israels zunichtemachen würde, ein jüdischer Staat zu sein“, zitierte ihn das US-Online-Magazin „The Daily Beast“ am Sonntag (Ortszeit).

Frist für Friedensgespräche endet am Dienstag

Die Frist für die von Kerry vermittelten und bisher erfolglosen Friedensgespräche endet diesen Dienstag. Kerry habe sich am Freitag in einer nichtöffentlichen Rede vor Experten der Trilateralen Kommission aus Europa, Russland und Japan geäußert, schrieb das Magazin. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Der Bericht wurde von israelischen Medien prominent wiedergegeben.

Er schließe nicht aus, dass er angesichts der Kompromisslosigkeit beider Seiten diese auch mit einem fertigen US-Friedensplan konfrontieren könnte, habe Kerry hinzugefügt. „Hier habt ihr es, Leute. So sieht es aus. Nehmt es oder lasst es sein“, zitierte ihn das Magazin.

dpa

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