Kirgistan: Bakijew soll vor Gericht

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Nach dem blutigen Volksaufstand in der zentralasiatischen Republik Kirgistan soll sich der gestürzte Präsident Kurmanbek Bakijew vor Gericht verantworten.

Bischkek/Moskau - Nach dem blutigen Volksaufstand in der zentralasiatischen Republik Kirgistan soll sich der gestürzte Präsident Kurmanbek Bakijew vor Gericht verantworten.

In der Hauptstadt Bischkek lehnte Übergangsregierungschefin Rosa Otunbajewa Immunität für Bakijew am Mittwoch erneut ab. Bakijew und die von ihm in der Regierung beschäftigten Familienmitglieder sollten sich vor Gericht für das Blutbad vor einer Woche mit mehr als 80 Toten verantworten. Das sagte Otunbajewa nach Angaben der Agentur Interfax.

Zuvor hatte Bakijew Sicherheit für sich und seine Familie im Austausch für seinen offiziellen Rücktritt gefordert. Die Bevölkerung und die Nation würden eine Straffreiheit durch Immunität für Bakijew nicht mehr akzeptieren, sagte die Sozialdemokratin. Zuvor hatten Menschenrechtler mit Bakijew über einen Ausweg aus der seit Tagen gespannten Lage verhandelt. Demnach sei der gestürzte Staatschef bereit, sich einem unabhängigen Gericht zu stellen. Bakijew hatte die Schüsse auf Demonstranten mit der Sicherung der verfassungsmäßigen Ordnung begründet. Das Ringen um Bakijews Zukunft dauert seit Tagen an.

dpa

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