Kommunen befürchten Kostenexplosion für Winterdienst

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Winterdienst kostet die Kommunen Milliarden jedes Jahr.

Landau - Die Kommunen befürchten wegen des Wintereinbruchs einen deutlichen Anstieg der Kosten für den Winterdienst. Mehrere Milliarden müsse pro Jahr dafür eingerechnet werden.

Das Räumen der rund 450.000 Kilometer Gemeindestraßen habe bereits im vergangenen Jahr mehr als 3,5 Milliarden Euro Zusatzkosten verursacht und bislang hätten längst nicht alle Schäden repariert werden können, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg, der “Rheinpfalz am Sonntag“. Sollte der Winter strenger als 2009 werden, sei mit weiteren Milliarden zusätzlichen Kosten zu rechnen. Der jährliche Finanzbedarf für den Ausbau und die Erhaltung kommunaler Straßen werde auf acht bis zehn Milliarden Euro geschätzt. Zu Verfügung stünden jedoch nur fünf Milliarden Euro.

Landsberg schloss nicht aus, dass auch in Deutschland wie bereits in nordischen Ländern üblich, bei dauerhafter Schneelage künftig teilweise auf ein Räumen der Straßen verzichtet werde. Die Autofahrer müssten sich dann auf das Fahren auf einer festen Schneedecke gewöhnen. Nach Erkenntnissen des Gemeindebundes wurden bereits im vorigen Winter teilweise doppelt bis dreimal soviel Streusalz und Streugut verwendet wie in früheren Jahren. Die Tagesproduktion liege derzeit bei rund 50.000 Tonnen und werde komplett benötigt.

dapd

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