Kommunen werben für Kinderlärm

Berlin/Passau - Die Kommunen werben um mehr Verständnis für Kinderlärm. Die Bundesregierung will Klagen wegen Kinderlärms durch eine Änderung des Immissionsschutzgesetzes erschweren.

“Wir müssen die Rahmenbedingungen für Kinder verbessern, denn ohne sie wird unsere Gesellschaft keine Zukunft haben“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der “Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch).

Dafür müssten auch ruhebedürftige Senioren Verständnis haben, zumal Kindergärten in der Regel nur bis zum frühen Abend geöffnet hätten. Landsberg beklagte eine beängstigende Streitlust von Nachbarn, die Kinderlärm als Störung empfinden.

Die Bundesregierung will Klagen wegen Kinderlärms durch eine Änderung des Immissionsschutzgesetzes erschweren. Heute (Mittwoch) soll das Kabinett grünes Licht für die Neuregelung geben. Zuletzt hatte sich der stellvertretende Vorsitzende der Senioren-Union, Leonhard Kuckart, dagegen gewandt, dass Kitas und Spielplätze generell in Wohngebieten zugelassen werden dürfen.

“Ein Dauerpegel von 90 Dezibel bleibt eine unzumutbare Lärmbelästigung - gleich, ob die Quelle nun sympathisches Kindergeschrei ist oder das Hämmern eines Pressluftbohrers“, hatte Kuckart gesagt.

dpa

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