Kuba lässt wieder politische Häftlinge frei

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Die kubanische Führung will nach Angaben der katholischen Kirche zwei politische Häftlinge freilassen.

Havanna - Die kubanische Führung will nach Angaben der katholischen Kirche in den nächsten Tagen die politischen Häftlinge Félix Navarro und José Daniel Ferrer freilassen.

Die beiden sind die letzten der 75 Dissidenten, die vor acht Jahren, im sogenannten “Schwarzen Frühling“, zu langen Freiheitsstrafen verurteilt worden waren. Navarro und Ferrer gehören zu den Häftlingen, die es abgelehnt haben, ihre Freiheit mit der Ausweisung nach Spanien zu erkaufen. Sie sind Mitglied der Dissidentengruppen “Alle Vereint“ und der Christlichen Befreiungsbewegung des Sacharow-Preisträgers 2002 des Europaparlaments, Oswaldo Payá.

Das erzbischöfliche Amt in Havanna erwartete zudem die Freilassung von elf weiteren Häftlingen, die allerdings nach Spanien ins Exil gehen müssen. Diese gelten nach Oppositionsangeben als politische Gefangene. Von den Gerichten waren sie aber unter anderem wegen Terrorismus und Widerstands gegen die Staatsgewalt verurteilt worden.

Nach diesen Freilassungen befinden sich laut einer Liste der oppositionellen Kubanischen Menschenrechtskommission noch 50 politische Häftlinge in den Gefängnissen Kubas.

dpa

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