Lafontaine: Deutschland gefährdet Währungssystem

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Deutschland gefährdet nach Ansicht des ehemaligen Linken-Vorsitzenden Oskar Lafontaine das europäische Währungssystem

Sömmerda - Deutschland gefährdet nach Ansicht des ehemaligen Linken-Vorsitzenden Oskar Lafontaine das europäische Währungssystem. Der Grund: Das Land lebe unter seinen Verhältnissen.

Als Grund nannte er am Samstag auf dem Parteitag der Thüringer Linken in Sömmerda, dass “Deutschland seit Jahren unter seinen Verhältnissen lebt“. In der Bundesrepublik seien die Löhne im Gegensatz zu Griechenland und anderen Ländern zu wenig erhöht worden. Dadurch habe sich Deutschland Exportvorteile verschafft, andere Länder hätten sich verschuldet.

Sie sollen die Linke künftig führen

Das ist die Linken-Führung

Nach Ansicht von Lafontaine, der unter der rot-grünen Bundesregierung zeitweise für die SPD Bundesfinanzminister war und heute die Linksfraktion im saarländischen Landtag führt, muss die Lohnentwicklung in Europa stärker koordiniert werden. Sie dürfe “nicht so weit auseinanderlaufen. Nur das kann das Euro-System wieder stabilisieren.“ Vor der Euro-Einführung seien die Wechselkurse die “Stoßdämpfer der Volkswirtschaften“ gewesen. Der Bundesregierung warf Lafontaine vor, bei der Euro-Stabilisierung konzeptionslos zu agieren.

dpa

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