Corona-Pandemie

Laschet fordert Aufhebung der Impfreihenfolge im Frühjahr - „Brücke zu einem Sommer mit mehr Freiheit“

Armin Laschet
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CDU-Chef Armin Laschet hat zuletzt einen „Brücken-Lockdown“ in der Corona-Pandemie gefordert. (Archivfoto)

Armin Laschet (CDU) will die Impfreihenfolge noch im Frühjahr ändern und kritisiert Bayern und Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang der Beschaffung des russischen Corona-Impfstoffes.

Berlin - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert noch im Frühjahr eine Aufhebung der Impfreihenfolge. Laschet sagte gegenüber der Bild am Sonntag, dass die Impfprioritäten aufgehoben und die Impfungen für alle Menschen geöffnet werden sollen, wenn Deutschland zum Ende des Frühjahrs mit „großen Impfstoffmengen“ beliefert wird. Für ihn sei dies ein wichtiger Baustein für die „Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit“.

Die bisherige Impfreihenfolge wolle er mit dieser Forderung allerdings nicht kritisieren. Laschet verteidigte die strenge Impfreihenfolge als „Schutzmauer für die Alten und Pflegebedürftigen“. Auf diese Weise habe man „unzählige Leben“ retten können.

Corona-Impfreihenfolge ändern: Laschet spricht von „Brücke zu einem Sommer mit viel mehr Freiheit“

Laschet kritisierte jedoch das Vorpreschen der Bundesländer Bayern und Mecklenburg-Vorpommern bei der Beschaffung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V. „Ich finde es richtig, wenn die Bundesrepublik Deutschland nach klaren Kriterien Impfstoff für alle bestellt und nicht jeder nur für sich“, sagte er gegenüber der Bild am Sonntag.

Markus Söder (CSU) hatte erst vergangene Woche erklärt, dass Bayern sich mit einem Vorvertrag 2,5 Millionen Impfdosen Sputnik V für den Fall einer EU-Zulassung des Wirkstoffs gesichert habe. Am Donnerstag verkündete darüber hinaus Mecklenburg-Vorpommern, sich von Russland eine Option auf eine Million dieser Impfdosen gesichert zu haben.

Söder gegen Laschet? K-Frage Teil des Gipfeltreffens der Union

Für Armin Laschet könnte zumindest der Zeitpunkt seiner positiven Perspektiven für den Sommer günstig sein. Am heutigen Gipfeltreffen der Union geht es nicht zuletzt um den Posten des Kanzlerkandidaten für CDU/CSU* für die Union zur Bundestagswahl im September. Dieser Tage muss er sich gegenüber seinem stärksten Konkurrenten in Stellung bringen - den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU). (Astrid Theil mit afp/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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