Laser-Waffe soll Piraten abschrecken

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Piraten will man jetzt mit Laser-Waffen auf Handelsschiffen stoppen.

London - Handelsschiffe könnten sich in Zukunft mit Laser-Waffen gegen Piratenangriffe zur Wehr setzen. Eingesetzt wird dabei ein High-Tech-System. Wie die neue Waffe wirken soll:

Der britische Rüstungskonzern BAE Systems hat ein solches High-Tech-Systeme entwickelt.

Der Laserstrahler liege als Prototyp vor, müsse vor der Markteinführung aber noch weiterentwickelt werden, sagte ein BAE-Sprecher am Dienstag in London. Die Waffe sei nicht tödlich und könne auch nicht zur Blindheit führen. Sollte es ein kommerzielles Interesse geben, werde die Waffe in jedem Fall weiterentwickelt. Wie hoch die Kosten für eine solche Abwehr sein könnten, stehe noch nicht fest, hieß es.

Vor allem vor den somalischen Küsten am Horn von Afrika kapern Piraten immer wieder Handelsschiffe. Das Lasergerät ist das Ergebnis einer Studie des Konzerns, bei der herausgefunden werden sollte, wie Piraten am besten abgewehrt werden können. Sein Lichtstrahl reiche mehr als zwei Kilometer weit und blende die Angreifer, die sich zum Beispiel einem Handelsschiff nähern. Sie könnten dann nicht mehr richtig s0ehen und ihr Ziel fixieren.

Die Laserwaffe könnte auch mit dem Radar des Schiffes verbunden werden, halbautomatisch arbeiten und etwa selber sich nähernde Schiffe entdecken und blenden. BAE ist nach eigenen Angaben der zweitgrößte Rüstungskonzern der Welt.

Ob die Waffe tatsächlich gekauft und eingesetzt werde, hänge von vielen Faktoren ab, sagte ein Sprecher der britischen Reederei- Vereinigung International Maritime Bureau. Grundsätzlich besteht seiner Ansicht nach Interesse von Reedereien. Es müsse aber bekannt sein, wie viel Training die Mannschaft für den Gebrauch der Waffe brauche, wie teuer sie sei und viel wie Wartung sie benötige.

dpa

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