Parlamentswahlen in Frankreich

Le Pen zieht bei Parlamentswahl in Frankreich in zweite Runde ein

Die Vorsitzende des Front National: Marine Le Pen.
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Die Vorsitzende des Front National: Marine Le Pen.

Marine Le Pen wird wohl auch in der zweiten Runde der Parlamentswahl vertreten sein. Wie sie am Sonntag betonte, hat sie offenbar ihren eigenen Wahlkreis gewonnen.

Paris - Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen zieht in die zweite Runde der Parlamentswahl ein. Die Front-National-Chefin landete in ihrem nordfranzösischen Wahlkreis im ersten Wahlgang an erster Stelle, wie sie am Sonntagabend sagte. Sie erzielte nach eigenen Angaben knapp 45 Prozent der Stimmen und wird im zweiten Wahlgang gegen die Kandidatin der Bewegung La République en Marche von Staatschef Emmanuel Macron antreten.

Auch FN-Vize Florian Philippot landete in seinem Wahlkreis vorn und zieht damit in die Stichwahl am kommenden Sonntag ein. Dagegen schied Front-National-Generalsekretär Nicolas Bay in seinem Wahlkreis aus.

Die rechtspopulistische Partei kam in der ersten Runde der Parlamentswahl Hochrechnungen zufolge auf rund 14 Prozent. Berechnungen sagen der Front National nach der zweiten Wahlrunde höchstens zehn Abgeordnetenmandate voraus. Die Partei würde damit ihr Mindestziel verfehlen, mit einer Fraktionsstärke von mindestens 15 Abgeordneten in die Nationalversammlung einzuziehen. In der letzten Nationalversammlung stellte die FN zwei Abgeordnete.

Parlamentswahl in Frankreich 2017: Gewinner und Verlierer

Parlamentswahlen in Frankreich
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (39) hat viel vor. Um seine Reformpläne umzusetzen braucht der Staatschef eine Mehrheit in der Nationalversammlung. Das entscheidet sich bei der Parlamentswahl in Frankreich. © dpa
Bei der Parlamentswahl in Frankreich werden in zwei Wahlgängen 577 Abgeordnete für die Nationalversammlung - auf französisch Assemblée national gewählt.
Bei der Parlamentswahl in Frankreich werden in zwei Wahlgängen am 11. Juni und am 18. Juni 577 Abgeordnete für die Nationalversammlung - auf französisch Assemblée national gewählt. © AFP
Nationalversammlung in Paris
Für eine Mehrheit sind 289 Sitzen - Mandate in der Nationalversammlung nötig. Übrigens tagt die französische Nationalversammlung im Palais Bourbon in Paris. © dpa
Parlamentswahlen in Frankreich
Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron (r) und seine Ehefrau Brigitte (l) verlassen in Le Touquet (Frankreich) die Wahlkabinen in einem Wahllokal. © dpa
Parlamentswahlen in Frankreich
Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron (r) und seine Ehefrau Brigitte geben ihre Stimme in Le Touquet (Frankreich) ab. © dpa
Parlamentswahlen in Frankreich
Die Franzosen stimmen bei Parlamentswahlen in Frankreich 2017 ab. © dpa
Parlamentswahlen in Frankreich
Marine Le Pen von der Front National (FN) hat ihre Stimme in Henin Beamont Frankreich abgegeben. © dpa
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron radelt einen Tag vor der Wahl durch das Städtchen Le Touquet in Nordfrankreich.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron radelt einen Tag vor der Wahl durch das Städtchen Le Touquet in Nordfrankreich. © AFP
Um 20 Uhr schließen die Wahllokal auch in Marseille (Südfrankreich).
Um 20 Uhr schließen die Wahllokal auch in Marseille (Südfrankreich). © AFP
Selfies mit Emmanuel Macron. Der 39-Jährige hat am 14. Mai 2017 als jüngster Präsident aller Zeiten die Macht im Élysée-Palast übernommen.
Selfies mit Emmanuel Macron. Der 39-Jährige hat am 14. Mai 2017 als jüngster Präsident aller Zeiten die Macht im Élysée-Palast übernommen.  © AFP
Benediktiner Schwester von der St. Cecilia Abtei gibt ihre Stimme in der ersten Runde der Parlamentswahlen in Frankreich ab.   © AFP
Wahlzettel der Parlamentswahl in Frankreich 2017.
Wahlzettel der Parlamentswahl in Frankreich 2017. © AFP

Als klarer Sieger der ersten Wahlrunde ging am Sonntag die Bewegung La République en Marche Macrons hervor. Sie erzielte laut Hochrechnungen rund 32 Prozent und dürfte im zweiten Wahlgang eine deutliche absolute Mehrheit erzielen. Der sozialliberale Staatschef hatte die Präsidentschaftswahl vor einem Monat klar gegen Le Pen gewonnen.

Wie wichtig der zweite Durchgang der Parlamentswahl in Frankreich ist, lesen Sie hier. 

afp

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