EU und Libyen beenden Visum-Streit

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Tuaregs in der Sahara.

Sirte/London - Die Europäische Union und Libyen haben ihren Visa-Streit beigelegt. Das libysche Außenministerium bestätigte am Samstagabend die Aufhebung von Reisebeschränkungen gegen EU-Bürger.

Das berichtete der britische Sender BBC. Demnach wurde das Einreiseverbot für 188 prominente Libyer, darunter Revolutionsführer Muammar al- Gaddafi sowie Mitglieder seiner Familie in den Schengen-Raum aufgehoben. Die libysche Regierung hob im Gegenzug ihre Restriktionen gegen Europäer auf. Die spanische EU-Ratspräsidentschaft reagierte mit Zufriedenheit auf die Aufhebung der Reisebeschränkungen gegen libysche Bürger. Sie bedauerte die Probleme, die die Maßnahme für Libyer bedeutet habe.

Das Reiseverbot der Europäer war auf Initiative der Schweiz im Zusammenhang mit einem Streit zwischen der Regierung in Bern und Revolutionsführer Gaddafi nach der vorübergehenden Festnahme seines Sohnes Hannibal wegen vermeintlicher Misshandlung von Angestellten 2008 in Genf verhängt worden. Kurz darauf waren in Libyen zwei Schweizer festgenommen worden. Einer von ihnen kam inzwischen frei. Die Schweiz ist Mitglied des Schengen-Raums, aber sie ist nicht Mitglied der EU. Der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos und der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatten am Samstag auf dem Gipfel der Arabischen Liga im libyschen Sirte vermittelt.

dpa

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