Limousine von Europaministerin in Riad gerammt

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Emilia Müller (CSU)

München - Die bayerische Europaministerin Emilia Müller (CSU) hat am Samstag bei ihrem Delegationsbesuch in Riad die Tücken des saudi-arabischen Verkehrs hautnah zu spüren bekommen.

Auf ihrer Fahrt vom Rathaus zum Finanzministerium wurde die Limousine, in der die Ministerin gemeinsam mit dem Deutschen Botschafter im Königreich, Volkmar Wenzel, chauffiert wurde, mitten auf einer Kreuzung von einem Wagen gerammt. Die Ministerin kam mit dem Schrecken davon. Das Auto krachte direkt in die rechte hintere Türe des gepanzerten Wagens des Botschafters, in dessen Fond die Ministerin saß.

Der einheimische Autofahrer hatte die Polizeieskorte, die den Tross der Ministerin begleitete, ignoriert. “Gott sei dank hatten wir ein gepanzertes Sicherheitsfahrzeug“, betonte Müller nach dem Unfall sichtlich erleichtert. “Sonst wäre wesentlich mehr passiert.“ Während die schwarze Botschafter-Limousine kaum beschädigt wurde, wurde das Auto des saudiarabischen Fahrers bei dem Unfall sichtlich ramponiert. Lange mussten sich Ministerin Müller und Botschafter Wenzel nicht bei dem Unfall aufhalten.

Für sie stand wenige Augenblicke nach dem Crash eine neue Limousine bereit, die die beiden wie geplant zum Termin ins Finanzministerium brachte. Auch der Unfallverursacher kam relativ glimpflich davon. Da es keinen “Personenschaden“ gegeben habe, werde die Strafe bei einem Verkehrsdelikt wohl milde ausfallen, prognostizierte der Botschafter.

dapd

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