Linke buhlt um Gunst von SPD und Grünen

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Die Spitzenkandidatin der Linken in Nordrhein- Westfalen, Bärbel Beuermann, wirbt für ein rot-rot-grünes Bündnis. Auch FDP und Grüne haben sich zu ihren Vorlieben geäußert. 

Berlin - Die Spitzenkandidatin der Linken in Nordrhein- Westfalen, Bärbel Beuermann, wirbt für ein rot-rot-grünes Bündnis. Auch CDU, FDP und Grüne haben sich zu ihren Vorlieben geäußert. 

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Ob es dazu komme, liege aber nicht an ihrer Partei, sondern an der SPD und den Grünen, sagte Beuermann im Hinblick auf ein rot-rot-grünes Bündnis am Montag im ARD-“Morgenmagazin“. “Unsere Tür ist offen für die Parteien, die mit uns einen ganz klaren Politikwechsel voranbringen wollen. Wir werden sehen, wer durch diese Tür tritt.“

FDP schließt Ampel in Nordrhein-Westfalen aus

Nach der Niederlage bei der NRW-Wahl hat der FDP-Spitzenkandidat Andreas Pinkwart eine Koalition mit SPD und Grünen ausgeschlossen. “Wir haben vor der Wahl gesagt, dass wir nicht bereit sind, mit Parteien zu koalieren, die sich eine Option auf die Linken offen halten“, sagte Pinkwart am Montag im ARD-Morgenmagazin.

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Grüne und SPD hätten keine klare Kante gezeigt; “es gibt keine klare Absage“. Über das Wahlergebnis für seine Partei sei er enttäuscht. “Wir hatten uns vorgenommen, ein zweistelliges Ergebnis zu erziehen, um die Regierungsarbeit fortsetzen zu können. Das ist uns nicht gelungen“, erklärte er.

Roth: "Nur Jamaika ist ausgeschlossen"

Die Grünen-Bundeschefin Claudia Roth hat die Gesprächsbereitschaft ihrer Partei nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen auch in Richtung FDP unterstrichen. Sie sagte am Montag im ARD-“Morgenmagazin“, sie schließe nur ein Jamaika-Bündnis mit CDU und FDP aus. “Für andere Konstellationen sind wir gesprächsbereit.“ Das gelte für Rot-Rot-Grün, aber auch für eine Ampelkoalition mit SPD und FDP. Die Freidemokraten hatten eine Ampel im Wahlkampf strikt ausgeschlossen.

CDU-Spitze für große Koalition in NRW

Mehrere CDU-Spitzenpolitiker halten nach dem Debakel ihrer Partei bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen eine große Koalition für sinnvoll. Saarlands Ministerpräsident Peter Müller sagte am Montag in Berlin: “Wir brauchen eine solide Regierung.“ Auch Thüringens Regierungschefin Christine Lieberknecht und Junge Unions-Chef Philipp Missfelder sprachen sich dafür aus. Die CDU-Spitze ließ allerdings die Zukunft ihres bisherigen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers offen. Hessens Regierungschef Roland Koch sagte: Es sei richtig, dass die CDU in NRW entschieden habe, das Rüttgers mögliche Koalitionsverhandlungen führen solle. “Alles weitere wird man dann sehen.“

dpa/dapd

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