"Klima befeuert für rassistische Gewalt"

Linke: Pegida steht für Aufkündigung der Mitmenschlichkeit

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Wasserwerfer der Polizei und weitere Polizeifahrzeuge stehen am 06.02.2016 auf dem Theaterplatz in Dresden. Die Pegida-Bewegung hat für Samstag zu einem internationaler Aktionstag aufgerufen.

Dresden - Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping hat dem fremden- und islamfeindlichen Pegida-Bündis vorgeworfen, rassistischer Gewalt den Boden zu bereiten. Pegida stehe für die Aufkündigung von Empathie und Mitmenschlichkeit, so Kipping.

Am Rande einer Demonstration gegen den europaweiten Pegida-Aktionstag in Dresden äußerte sich die Linken-Politikerin über die Pegida-Bewegung. „Außerdem hat Pegida ein Klima befeuert, in dem die Hemmschwelle für rassistische Gewalt stark nach unten gegangen ist“, fügte Kipping hinzu.

Das Zusammenfallen von Wahlerfolgen von Rechtspopulisten in Europa, der Verrohung der Sprache im Internet, „wo anderen Menschen das Menschsein aberkannt wird“, und der „explosionsartigen Zunahme“ der Gewalt mache ihr Angst, sagte Kipping. „Und deshalb ist es notwendig, immer wieder Flagge zu zeigen.“

Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) warnte angesichts des Versuchs der Pegida-Bewegung, sich mit anderen europäischen Gruppen zu vernetzen, davor, die Errungenschaften Europas aufs Spiel zu setzen. „Man muss allen Pegida-Anhängern sagen, wenn ihr Grenzen schließen wollt und bewaffnete Grenzen haben wollt, dann zerstört ihr Schengen und dann beschädigt ihr auch die europäische und die deutsche Wirtschaft“, sagte Thierse auf NDR Info.

dpa

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