Linke sehnt sich nach Lafontaines Rückkehr

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Der frühere Linke-Chef Oskar Lafontaine

Erfurt - Der Chef der Linken in Thüringen, Knut Korschewsky, hat die Rückkehr des früheren Parteichefs Oskar Lafontaine an die Bundesspitze gefordert. Doch der hat momentan nur Kritik für seine Partei übrig.

Lafontaine sei mit Gregor Gysi und Lothar Bisky dafür verantwortlich, dass es die Linke überhaupt gebe, sagte Korschewsky wenige Tage vor dem Bundesparteitag in Erfurt der Thüringer Allgemeinen.

Sie sollen die Linke künftig führen

Das ist die Linken-Führung

Er distanzierte sich deutlich von den derzeitigen Linke-Bundesvorsitzenden Klaus Ernst und Gesine Lötzsch. “Ich war immer gegen Doppelspitzen - besonders gegen die, die in Nacht- und Nebelaktionen zusammengezimmert werden. Hier muss es Veränderungen geben, aber die müssen wir in Ruhe nach Erfurt besprechen.“ Korschewsky sieht die Linke in einer Notsituation. “Wir stecken in einer Krise, das zeigen die Wahlergebnisse und Umfragen.“

Lafontaine: Linke zu sehr mit sich selbst beschäftigt

Oskar Lafontaine kritisierte unterdessen seine Partei: “Die Partei hat sich zu sehr mit sich selbst und mit Themen beschäftigt, die unsere Wählerinnen und Wähler nicht interessieren“, sagte Lafontaine der Passauer Neuen Presse. Zu seinen Nachfolger an der Parteispitze, Gesine Lötzsch und Klaus Ernst, sagte er: “Fehler passieren jedem. Kritik an der Führung sollte in den Gremien erfolgen, nicht in Interviews.“

Bedauern äußerte der Vorsitzende der Linksfraktion im Saar-Landtag darüber, dass die Bundes-SPD kein Interesse an einem Bündnis mit seiner Partei zeige. “Leider hat sich die SPD als einer unserer möglichen Regierungspartner bisher nicht von ihrer Agenda- und Kriegspolitik verabschiedet.“ In der Opposition übernehme die SPD jedoch viele Vorschläge der Linkspartei, von der Börsenumsatzsteuer bis zum Ausbau des Sozialstaates.

dpa/dapd

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