London beschuldigt Israel in Mossad-Affäre

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Israelische Botschaft in London.

London - Die britische Regierung ist von der Verwicklung des israelischen Geheimdienstes in den Hamas-Mord von Dubai überzeugt und hat als Konsequenz einen israelischen Diplomaten ausgewiesen.

 Es gebe “überwältigende Beweise“, dass Israel für den “Missbrauch“ britischer Pässe verantwortlich ist, erklärte Außenminister David Miliband am Dienstag in London. Die gefälschten britischen Pässen waren bei der Ermordung eines führenden Hamas-Mitglieds in Dubai benutzt worden. Mahmud al-Mabhuh, der für die radikal- islamische Palästinenserbewegung Waffen beschafft hatte, war am 19. Januar in einem Hotel in Dubai betäubt und erstickt worden.

Die Ermittler in Dubai gehen davon aus, dass der israelische Geheimdienst Mossad hinter dem Attentat steckt. Israel bestreitet dies jedoch. Die mutmaßlichen Attentäter hatten neben zwölf gefälschten britischen Pässen auch einen Pass aus Deutschland benutzt. “Angesichts dessen, dass es eine sehr durchdachte Operation mit hochwertigen Fälschungen war, hält die Regierung es für sehr wahrscheinlich, dass die Fälschungen von einem staatlichen Geheimdienst vorgenommen wurden“, sagte Miliband vor dem Unterhaus in London. Solch ein Missbrauch sei “nicht zu tolerieren und eine Gefahr für die Sicherheit britischer Bürger“. Die Tatsache, dass Israel ein enger Verbündeter sei, “macht alles noch schlimmer“.

In Gesprächen mit dem israelischen Außenminister Avigdor Lieberman habe er eine Zusicherung verlangt, dass Israel nie wieder solch einen Missbrauch britischer Pässe zulasse. Der israelische Botschafter in London, Ron Prosor, sagte, er sei “enttäuscht“ von der Entscheidung der britischen Regierung. Bei dem ausgewiesenen Diplomaten handelt es sich um ein Mitglied der israelischen Botschaft. Nähere Angaben zu seiner Position wurden nicht gemacht. Die Mossad-Affäre hatte die Beziehungen zu Israel sowohl in Großbritannien als auch in anderen EU-Staaten in den letzten Wochen stark angespannt.

dpa

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