London: Botschafter bleibt in Elfenbeinküste

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Laurent Gbagbo

London - Die britische Regierung hat die vom abgewählten ivorischen Präsidenten Laurent Gbagbo angeordnete Ausweisung ihres Botschafters aus der Elfenbeinküste als “ungültig““ zurückgewiesen.

Wie ein Sprecher des Außenministeriums in London in der Nacht zum Freitag mitteilte, erkenne man Alassane Ouattara als demokratisch gewählten Präsidenten der Elfenbeinküste an. Nur er könne entsprechende Anweisungen erteilen.

Gbagbo, der sich nach verlorenen Wahlen seit nahezu sechs Wochen weigert, das Amt an Ouattara zu übergeben, hatte dem britischen und dem kanadischen Botschafter die Akkreditierungen entzogen. Beide Länder hatten sich zuvor geweigert, die diplomatischen Vertreter des alten Präsidenten weiter anzuerkennen.

Ouattara, der von der unabhängigen Wahlkommission zum Sieger erklärt wurde, wird von der internationalen Gemeinschaft als rechtmäßiger Präsident anerkannt. Er wird - von UN-Blauhelmsoldaten geschützt - seit Wochen in seinem Hauptquartier in einem Hotel in Abidjan von Gbagbo-Anhängern belagert.

dpa

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