Magazin nach kritischem Bericht eingezogen

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Gouverneurin Valentina Matwijenko

Moskau - Nach einem kritischen Bericht haben die Behörden von St. Petersburg nach Verlagsangaben fast die komplette Auflage eines russischen Magazins eingezogen.

Die renommierte Wochenzeitschrift “Kommersant Wlast“ hatte der umstrittenen Gouverneurin Valentina Matwijenko unter anderem mangelhafte Straßenräumungs-Arbeiten im Winter vorgeworfen. In der früheren Zarenmetropole waren in den vergangenen Jahren Dutzende Menschen von herabstürzenden Eiszapfen erschlagen worden.

Das Medienkomitee der zweitgrößten russischen Stadt habe den Zustellern mündlich befohlen, die Ausgabe vom 4. Juli nicht auszuliefern. Das berichtete die Zeitung “Kommersant“ aus demselben Verlag am Donnerstag. Die Stadtverwaltung sowie die Zusteller wiesen die Vorwürfe zurück. In Moskau und anderen Städten war das Magazin weiterhin erhältlich.

Matwijenko, eine enge Vertraute von Regierungschef Wladimir Putin, war kürzlich von Präsident Dmitri Medwedew als neue Vorsitzende des Föderationsrates vorgeschlagen worden. Die 62-Jährige wäre damit zwar offiziell die dritthöchste Politikerin im Land. Hingegen bewerten Beobachter die geplante Versetzung in den im Grunde bedeutungslosen Föderationsrat als Abschiebung.

dpa

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