Massendemonstrationen gegen Rousseff in Brasilien

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Der Korruptionsskandal um den staatlichen Erdölkonzern Petrobras steht im Fokus der Proteste. Foto: Antonio Lacerda

Zum zweiten Mal in einem Monat gibt es massive Kundgebungen gegen die Regierung Rousseff. Die Teilnehmeranzahl ist jedoch diesmal deutlich geringer.

Brasília (dpa) - Rund eine halbe Million Menschen haben in zahlreichen brasilianischen Städten gegen die Korruption und für eine Amtsenthebung der linken Staatschefin Dilma Rousseff demonstriert. Polizeischätzungen ergaben insgesamt eine Teilnahme von 540.000 Menschen.

Das waren weit weniger als die 1,7 Millionen Teilnehmer, die nach derselben Quelle an einem ersten Protesttag Mitte März durch die Straßen gezogen waren, wie die Zeitung "Folha de São Paulo" am Sonntag (Ortszeit) berichtete.

Die Kundgebungen verliefen ohne größere Zwischenfälle. Zu den Protestmärschen wurde von mehreren Gruppen über die sozialen Netzwerke im Internet aufgerufen. Die größte Oppositionspartei PSDB unterstützte die Kundgebungen, aber nicht die Forderung nach einem "Impeachment". Der Korruptionsskandal um den staatlichen Erdölkonzern Petrobras steht im Fokus der Proteste. Nach den ersten Demonstrationen im März hatte Rousseff neue Maßnahmen gegen die Korruption angekündigt.

Rousseff war erst im Oktober 2014 in einer Stichwahl gegen den PSDB-Kandidaten knapp wiedergewählt worden. Nach einer am Samstag veröffentlichten Umfrage unterstützen 67 Prozent der Befragten die Forderung nach einem Amtsenthebungsverfahren gegen die Präsidentin. Nur 13 Prozent befürworten ihre Regierung laut Angaben des demoskopischen Instituts Datafolha.

Bericht Zeitung Folha de São Paulo

Bericht Nachrichtenportal G1

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