Medwedew schließt Kampfkandidatur gegen Putin aus

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Der russische Präsident Dmitri Medwedew will nicht gegen Wladimir Putin kandidieren.

Moskau - Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat sein Interesse an einer zweiten Amtszeit bekundet. Eine Kampfkandidatur gegen den derzeitigen Ministerpräsidenten Wladimir Putin schließt er jedoch aus.

Um dem Land nicht zu schaden, wollten Putin und er bei der Präsidentschaftswahl im kommenden März nicht gegeneinander antreten, sagte Medwedew in einem Interview mit der Zeitung “Financial Times“. Medwedew und Putin hatten bereits mehrfach erklärt, sie wollten später entscheiden, wer von beiden bei der Präsidentschaftswahl kandidiert. Beobachter schreiben Putin eine größere Machtfülle zu und gehen davon aus, dass er die Kandidatur für sich reklamiert. Medwedew sagte in dem Interview, manchmal verfolgten Putin und er unterschiedliche Ansätze, es gebe jedoch keine grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen.

Medwedews Äußerungen hatten zu Spekulationen über die Einigkeit des russischen Führungsduos geführt. Einige Beobachter gingen jedoch davon aus, dass es sich dabei um eine von beiden geplante Aktion handelte, um Medwedew nicht schwach und amtsmüde erscheinen zu lassen.

Medwedew sprach sich in dem Interview erneut gegen eine UN-Resolution aus, in der Syrien für die gewaltsame Niederschlagung der Proteste gegen Präsident Baschar Assad verurteilt werden soll. Außerdem erklärte der russische Regierungschef, dass er gerne mit US-Präsident Barack Obama zusammenarbeite. “Ich kann Ihnen offen sagen - ich fände es gut, wenn Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten wiedergewählt wird“, sagte Medwedew.

dapd

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