Medwedew verbittet sich US-Kritik an Wahl

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Dimitri Medwedew

Moskau - Kremlchef Dimitri Medwedew hat sich Kritik der USA an der von Fälschungsvorwürfen überschatteten Parlamentswahl in Russland strikt verbeten.

Einige Aussagen der US-Regierung seien unannehmbar und empörend, sagte Medwedew am Samstag bei einem Treffen der Regierungspartei Geeintes Russland.

“Ich war gezwungen, Präsident Barack Obama gestern am Telefon zu sagen, dass die Bewertung unserer Wahlen durch die USA für uns keinerlei Bedeutung hat“, sagte er nach Angaben der Agentur Interfax in seiner Residenz Gorki bei Moskau. Russland sei offen für korrekte Kritik. Aber “Töne wie aus im Kalten Krieg“ seien nicht akzeptabel, unterstrich der Staatschef.

Den begonnenen Neustart in den Beziehungen mit den USA wolle Russland fortsetzen, sagte Medwedew. Moskau lasse sich aber nicht einschüchtern und werde seine nationalen Interessen weiter verfolgen. Das gelte insbesondere für die umstrittenen US-Pläne einer Raketenabwehr in Europa. “Wenn man uns nicht anhört, werden wir antworten“, warnte der Kremlchef.

Russland droht als Reaktion auf die Pläne mit einer Aufrüstung seiner Ostsee-Exklave Kaliningrad rund um das ehemalige Königsberg. Vor kurzem hatte bereits der russische Regierungschef Wladimir Putin den USA vorgeworfen, das Signal für die Massenproteste im Riesenreich gegeben zu haben.

dpa

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