Merkel:

Deutschland liefert Irak mehr militärische Ausrüstung

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Deutschland will zur Bekämpfung des IS weitere militärische Ausrüstung in den Irak schicken. Dies kündigte Angela Merkel nach einem Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi an.

Berlin - Deutschland will zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) weitere militärische Ausrüstung in den Irak schicken.

Dies kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen mit dem irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi am Freitag in Berlin an. Als Beispiele nannte sie Nachtsichtgeräte und Winteruniformen. Merkel sagte, die brutale Ermordung von ausländischen Geiseln in den vergangenen Tagen habe gezeigt, dass der Kampf gegen den IS noch nicht gewonnen sei.

Deutschland hatte den Kurden im Norden des Iraks im vergangenen Jahr Waffen im Wert von 70 Millionen Euro für ihren Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geschenkt. Im Februar sollen auch bis zu 100 Militärausbilder in den Nordirak geschickt werden. Noch für diesen Monat kündigte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) weitere Waffenlieferungen an. Merkel sagte am Freitag dazu nur, es seien „keine konkreten zusätzlichen Entscheidungen“ getroffen worden.

Al-Abadi bat ausdrücklich um weitere Waffen. „Ich erhoffe mir von Deutschland auch letale Unterstützung“, sagte der Ministerpräsident. „Ohne richtige internationale Unterstützung werden wir das nicht schaffen. Es ist in weltweitem Interesse, diesen Kampf zu verkürzen. Deswegen brauchen wir fortlaufende Unterstützung, um den IS endgültig zu besiegen.“ Die kurdischen Peschmerga-Kämpfer fordern vor allem panzerbrechende Waffen.

Grillo betont Bedeutung der Rüstungsindustrie für deutsche Sicherheit

BDI-Präsident Ulrich Grillo  hat die Bedeutung der deutschen Rüstungsindustrie für die Sicherheit Deutschlands betont. Eine starke wehrtechnische Branche sei für die Bundesrepublik unverzichtbar, sagte Grillo am Freitag auf einem Kongress zur Zukunft der Branche anlässlich der Münchner Sicherheitskonferenz. Angesichts einer zuletzt scharfen Debatte um Rüstungsexporte warnte der Chef des Bundesverbands der deutschen Industrie davor, die Rüstungsindustrie aus ideologischen Gründen in eine Ecke zu drängen.

Die Branche bekommt deutlich die Sparpolitik in Europa zu spüren und sieht Tausende Arbeitsplätze in Gefahr. Zugleich stehen etliche Unternehmen wegen Verzögerungen und Mängeln wie etwa Airbus beim militärischen Transportflugzeug A400M in der Kritik.

dpa

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