Merkel: Einheit noch nicht in allen Bereichen

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Kanzlerin Merkel sieht in der Einheit einen "politischen und ein ökonomischen Erfolg".

Berlin - Auch 20 Jahre nach der Einführung der D-Mark in Ostdeutschland ist die deutsche Einheit nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) “noch nicht in allen Bereichen geschaffen“.

Anlässlich des Jahrestages der am 1. Juli 1990 in Kraft getretenen Währungsunion sagte die Kanzlerin am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft: “Wir haben heute einen boomenden Mittelstand, viele neue Betriebe, aber wir haben eben nach wie vor in den neuen Bundesländern auch eine strukturell deutlich höhere Arbeitslosigkeit, als das in der alten Bundesrepublik der Fall ist.“

Dennoch sei die Einheit “ein politischer und ein ökonomischer Erfolg für die Menschen in allen Teilen Deutschlands“, führte die Kanzlerin aus. “Ich habe heute noch das Gefühl von etwas ganz Besonderem, denn dies war ein risikovoller, aber mutiger und zum Schluss erfolgreicher Schritt durch die damalige Bundesregierung.“

Dagegen kritisierte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) die Währungsunion als “politische Sturzgeburt“. Dem Nachrichtenmagazin “Spiegel“ sagte der Minister: “Wir hatten objektiv zu wenig Zeit, wir waren Getriebene.“ Es habe eine “paternalistische Grundhaltung“ des Westens gegenüber dem Osten gegeben - “nach dem Motto: “Wir wissen, was für unsere Schwestern und Brüder im Osten das Richtige ist.“ In Wahrheit wussten wir es aber nicht“, sagte de Maizière.

dpa

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