Merkel: Europa bleibt Vorreiter im Klimaschutz

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Eine Klimaaktivistin von Avaaz (Stimme), nach eigenen Angaben eine neue globale Internetbewegung, die sich für die dringlichsten Themen unserer Welt einsetzt, posiert am Donnerstag (25.06.2009) verkleidet als Superheld mit der Maske von Bundeskanzlerin Merkel vor Deutschland- und Europa-Fahnen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Aktivisten rufen die Bundeskanzlerin und den US-Präsidenten auf, Klimaziele anzustreben, die die globale Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen sollen.

Berlin - Die Europäische Union ist nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) trotz einer Trendwende in den USA weiter Vorreiter im Klimaschutz.

“Europa hat eindeutig die Führung“, sagte Merkel am Donnerstag bei einer Regierungserklärung im Bundestag vor dem G8-Gipfel. Die Klimaziele , die das US-Abgeordnetenhaus vorgelegt habe, führten noch nicht automatisch zu dem Ziel, das für 2050 nötig sei. “Aber sie bedeuten eine Trendwende.“

Nötig sei ein Bekenntnis, dass die weltweite Temperatur bis 2050 um zwei Grad steige. Merkel zeigte sich zuversichtlich, dass es beim UN- Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen eine Lösung geben kann. Die Kanzlerin forderte die führenden Wirtschaftsnationen vor dem G8-Gipfel im italienischen L'Aquila auf, an einem Strang zu ziehen.

Die Bundesregierung werde in der kommenden Woche darauf beharren, dass eine weltweite Finanzmarkt-Verfassung auf den Weg gebracht werde, um eine ähnliche Krise in Zukunft zu vermeiden. Sie warb für gleiche Kriterien bei der Arbeit an einer Finanzaufsicht in der EU und den USA . Merkel forderte, bei den Gesprächen zur Welthandelsrunde zu Fortschritten zu kommen. Sie sehe Bereitschaft der USA .

Das Format des G8-Gipfels hält Merkel für überholt. Merkel verteidigte den Bundeswehreinsatz in Afghanistan trotz der steigenden Zahl getöteter Soldaten. Es gebe zu dem Einsatz keine vernünftige Alternative. Sie kritisierte das Vorgehen der iranischen Führung angesichts der Demonstrationen und sprach sich erneut für eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und die Palästinenser aus.

dpa

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