Merkel kämpft für Griechen gegen Union

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Nicolas Sarkozy (li.) und Angela Merkel wollen private Gläubiger an der Hilfe für Griechenland beteiligen.

Hamburg - Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt wegen der Griechenland-Rettung Gegenwind aus den eigenen Reihen. Die Beteiligung privater Gläubiger bezeichnete ein CDU-Politiker als "Etikettenschwindel".

Der Ansatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Beteiligung privater Gläubiger an der Hilfe für Griechenland stößt bei Unions-Politikern auf Unmut. Hintergrund ist die Einigung Merkels mit Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy auf eine freiwillige Beteiligung des Privatsektors. Der CDU-Finanzpolitiker Manfred Kolbe sprach laut einer Vorabmeldung des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“ von “Etikettenschwindel“: “Wir brauchen einen Schuldenschnitt, und den wird es freiwillig nicht geben.“ Der CSU-Europaexperte Thomas Silberhorn forderte “verbindliche Regeln mit einer zwingenden Beteiligung privater Gläubiger“. Der Chefhaushälter der Unions-Fraktion, Norbert Barthle, mahnte zur Eile. “Wenn wir noch lange warten, sind kaum noch Anleihen in der Hand privater Gläubiger. Dann schultern die Steuerzahler allein die Rettung Griechenlands.“

Merkels Mimik

Merkels Mimik

Auch CSU-Chef Horst Seehofer betonte die Bedeutung der Beteiligung privater Gläubiger. “Mir sagen Experten seit einem Jahr, dass eine Umschuldung Griechenlands nötig ist. Jetzt ist die Zeit für den Beginn einer Beteiligung privater Gläubiger gekommen“, sagte er dem “Spiegel“.

dapd

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