Merkel-Nazi-Vergleich: Bouffier empört

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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier

Berlin - Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hat empört auf griechische Vergleiche der Bundeskanzlerin mit den Nazis reagiert.

„Was dort von einigen gegenüber Deutschland geäußert wird, geht auch nicht“, sagte das CDU-Präsidiumsmitglied vor einer Sitzung des Gremiums am Montag in Berlin in Bezug auf ein von der griechischen Boulevardzeitung „Dimokratia“ veröffentlichtes Bild von Angela Merkel in Naziuniform. „Das ist unerträglich“, sagte Bouffier. Einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone schloss er nicht aus.

Die Bundeskanzlerin bemühe sich um die finanzielle Rettung Griechenlands, sagte Bouffier. „Deutschland hilft und zur Solidarität gehört auch die Solidität“, mahnte er. „Nicht Deutschland hat in Griechenland regiert, sondern sie haben selbst regiert und deshalb müssen sie auch zu den Folgen stehen.“

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Bouffier bescheinigte Athen aber große politische Anstrengungen für das Sparprogramm. Das griechische Parlament habe eine „riesige Kraftanstrengung“ gezeigt. „Ich finde, wir sollten das würdigen, aber das muss weitergehen.“ Griechenland müsse seine Strukturen ändern und dann eine Perspektive für Wirtschaftswachstum bekommen. Solange Griechenland aber etwa keine geordnete Finanzverwaltung und keine Katasterverwaltung habe, seien Finanzhilfen wie ein Fass ohne Boden.

Die jetzigen sozialen Einschnitte wirkten für Athen beherrschbar im Vergleich zu den Konsequenzen eines ungeordneten Staatsbankrotts. Auf die Frage, ob Griechenland aus der Eurozone austreten solle, sagte Bouffier: „Ausschließen kann man gar nichts.“

dpa

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