Merkel: Scham für Ausländerfeindlichkeit

+
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Berlin - Die Deutschen sollen sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die immer noch bestehende Juden- und Ausländerfeindlichkeit schämen.

In ihrer am Samstag ausgestrahlten wöchentlichen Videobotschaft forderte Merkel die Bürger auf, hier massiv gegenzusteuern.

Merkel sagte: „Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit all das sind Dinge, für die wir wirklich auch sagen müssen, dass wir uns dafür schämen, dass es das in unserem Land noch gibt. Und hier haben wir alle miteinander noch sehr viel Arbeit.“

Als eine ihrer prägendsten Erfahrungen im Jahr 2012 Merkel nannte Merkel die Aufklärungsarbeit zur NSU-Mordserie: „Ich glaube, dass jetzt auch alles getan wird, damit diese Dinge wirklich vollständig aufgeklärt werden.“ Sie sprach von einem „ganz traurigen Kapitel“.

Die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) hat zwischen den Jahren 2000 und 2007 neun türkisch- und griechischstämmige Kleinunternehmer ermordet sowie eine Polizistin erschossen. Eklatante Ermittlungspannen von Geheimdienst und Polizei verhinderten eine früherer Aufdeckung der Taten.

dpa

Meistgelesen

Wahl im Saarland: CDU siegt klar vor der SPD - Debakel für die Grünen
Wahl im Saarland: CDU siegt klar vor der SPD - Debakel für die Grünen
Landtagswahl im Saarland: Das Ergebnis in Karte und Grafiken
Landtagswahl im Saarland: Das Ergebnis in Karte und Grafiken
Die Vereidigung von Bundespräsident Steinmeier im Ticker zum Nachlesen
Die Vereidigung von Bundespräsident Steinmeier im Ticker zum Nachlesen
Kabinett will verurteilte Homosexuelle rehabilitieren
Kabinett will verurteilte Homosexuelle rehabilitieren

Kommentare