Streit um Schulden

Merkel signalisiert Athen: Kompromiss ist möglich

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Bei Demonstrationen stellen sich Bürger in Athen hinter die Politik der neuen Regierung und formulieren ihren Unmut über die deutsche Bundeskanzlerin.

Brüssel - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich im Schuldenstreit mit Griechenland gesprächsbereit gezeigt. Sie freue sich, den neuen griechischen Regierungschef Alexis Tsipras beim EU-Gipfel zu begrüßen, sagte Merkel am Donnerstag.

Europa sei "immer darauf ausgerichtet, einen Kompromiss zu finden". Kompromisse würden eingegangen, wenn die Vorteile die Nachteile überwögen, sagte die Kanzlerin. "Und Deutschland ist dazu bereit." Zugleich beruhe Europas Glaubwürdigkeit darauf, "dass wir Regeln einhalten und dass wir verlässlich zueinander sind"

Nun müsse abgewartet werden, welche Vorschläge die griechische Regierung mache. Über diese sollten die Finanzminister der Eurozone am Montag beraten, sagte Merkel. "Noch haben wir ein paar Tage Zeit."

Die neue Regierung in Athen will eine Lockerung der Spar- und Reformauflagen durchsetzen, die das hoch verschuldete Griechenland in den vergangenen Jahren im Gegenzug für die Hilfe der internationalen Gläubiger akzeptiert hatte. In der Nacht zum Donnerstag hatten sich die Finanzminister der Eurozone bei einem Sondertreffen mit Griechenland nicht auf einen gemeinsamen Kurs im Schuldenstreit einigen können. Athen lehnt die Fortsetzung des Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramms weiter ab.

AFP

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