DDR-Vergangenheit der Kanzlerin

Jahn: Merkel soll Erinnerungslücke auffüllen

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Roland Jahn

Berlin - Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem „offensiveren Umgang“ mit ihrer DDR-Vergangenheit aufgefordert.

„Merkel sollte mehr erzählen“, sagte Jahn dem Magazin „Der Spiegel“. „Aber vielleicht hat sie Angst, Position und Gesicht zu verlieren.“

Der frühere DDR-Bürgerrechtler hält es für glaubwürdig, dass Merkel sich nicht mehr erinnern könne, ob sie in der Jugendorganisation FDJ Sekretärin für Agitation und Propaganda gewesen sei. „Es kann gut sein, dass sie das nicht mehr weiß.“ Umso wichtiger sei, selbst nachzuforschen und sich zu hinterfragen. Jahn: „Sie findet sich mit der Lücke in der Erinnerung ab, das wäre mir zu wenig.“

Es gebe aber keinen allgemeinen Maßstab für richtiges Verhalten im Alltag der Diktatur, unterstrich der Stasi-Akten-Beauftragte. „Wir sollten vom Anklagen und Verdammen wegkommen.“

Merkels Frisur im Wandel der Zeit

Merkels Frisur im Wandel der Zeit

Zu Gerüchten in Bezug auf Merkel sagte Jahn, er könne sicher sagen: „Wenn es in den Akten Hinweise auf eine Stasi-Mitarbeit Merkels gäbe, hätten wir diese Unterlagen schon längst herausgegeben. Rechercheanträge hatten wir genug.“

dpa

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