Migranten: Mißfelder will Punktesystem

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Philipp Mißfelder zeigt in Potsdam auf dem Deutschlandtag der Jungen Union bei einer Abstimmung seine Delegiertenkarte.

Berlin - Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, hat sich hinter den FDP-Vorschlag gestellt, ein Punktesystem für die Zuwanderung qualifizierter Ausländer einzuführen.

“Das bisherige Zuwanderungssystem in Deutschland ist gescheitert“, sagte Mißfelder am Sonntag dem Onlinedienst n-tv.de. Auf dem CDU-Parteitag im November wolle er deshalb die Einführung eines Punktesystems nach dem Vorbild von Kanada oder Australien fordern. In diesen Ländern komme es auf Kriterien wie Bildungsabschluss, Sprachkompetenz, Berufserfahrung, Alter, Arbeitsverhältnis und Anpassungsfähigkeit an, betonte Mißfelder. “Es geht also nicht um Herkunft oder Religionszugehörigkeit, sondern allein um Qualifikation. In Zukunft müssen wir die einladen, die uns nutzen.“

Mißfelder griff damit eine entsprechende Forderung der FDP auf. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) macht sich bereits seit längerem für ein Punktesystem nach kanadischem Vorbild stark. In der CDU gibt es dagegen erhebliche Vorbehalte, die CSU lehnt jede Erleichterung für Zuwanderer strikt ab. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plädiert zwar dafür, die Hürden für den Zuzug qualifizierter Fachkräfte zu senken, ist aber auch gegen ein Punktesystem. “Ich glaube nicht an ein Patentrezept“, sagte die CDU-Politikerin der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

dpa

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