Für Minarette: Gabriel auf Moscheen-Tour

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Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel (Mitte) steht am Freitag in Oberhausen in der Haci Bayrem Moschee.

Oberhausen - Unter dem Motto “Wir zeigen den Rechten die Rote Karte“ hat SPD-Chef Sigmar Gabriel am Freitag eine Tour durch Moscheen im Ruhrgebiet gestartet. Er will ein Zeichen gegen Minarett-Verbote setzen.

“Wer Minarette verbieten will und den Islam mit Terrorismus gleichsetzt, verfolgt in Wahrheit fremdenfeindliche Motive“, sagte Gabriel in einer Moschee in Oberhausen. Der Islam sei eine friedliche Religion, die dem Christentum von ihrer Tradition her sehr nahe stehe.

Der SPD-Chef besichtigt unter anderem Moscheen in Oberhausen, Gelsenkirchen, Essen, Mülheim und Bochum. Hintergrund des Besuchs sind islamfeindliche Mahnwachen und Demonstrationen der rechtsgerichteten Bürgerbewegung “Pro-NRW“ und der NPD an diesem Wochenende im Ruhrgebiet. “Wir wollen den Gemeindemitgliedern zeigen, dass wir hinter ihnen stehen“, sagte Gabriel. Auch vor der Oberhausener Moschee sollte es eine “Pro-NRW“-Mahnwache geben - bis zu Gabriels Abfahrt wurden aber keine Teilnehmer gesehen.

“Pro NRW“ müsse ernst genommen werden, sagte der SPD-Chef. Die Partei sei bereits in mehreren Stadt- und Gemeindeparlamenten vertreten. Sie tritt auch bei der NRW-Landtagswahl am 9. Mai an. “Das beste Mittel dagegen ist zur Wahl zu gehen“, sagte Gabriel. “Rechte haben nur ein Chance bei geringer Wahlbeteiligung.“ Am Sonntag wollen in Duisburg rund 8000 Menschen gegen einen von den Rechten geplanten Sternmarsch demonstrieren.

dpa

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