Zahlreiche Tote bei Kämpfen in Libyen

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Bei Kämpfen in Libyen sind am Freitag mindestens 18 Menschen gestorben.

Tripolis/Sawija/Bengasi - Kämpfe zwischen Aufständischen und regimetreuen Truppen sowie eine Explosion in einem Munitionslager haben am Freitag in Libyen zahlreiche Opfer gefordert.

Bei einer Explosion in einem Munitionsdepot nahe der von Regierungsgegnern gehaltenen libyschen Stadt Bengasi sind nach Krankenhausangaben am Freitag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Die Wucht der Detonation habe Häuser in der Nachbarschaft getroffen, die Zahl der Todesopfer könne daher noch steigen, erklärten Ärzte.

Der Mediziner Habib Al Obeidi erklärte, offenbar sei das Lager explodiert, als sich Menschen dort Waffen besorgten. Andere machten loyal zu Machthaber Muammar al Gaddafi stehende Kämpfer verantwortlich.

Zudem sind bei Kämpfen zwischen der Protestbewegung in Libyen und loyal zu Machthaber Muammar al Gaddafi stehenden Truppen in der Stadt Sawija nach Angaben eines Augenzeugen am Freitag mindestens 18 Menschen getötet worden. 120 Menschen seien verletzt worden.

Regimetreue Truppen hätten Sawija von zwei Seiten aus angegriffen, erklärte der Gewährsmann, der sich in einem Krankenhaus aufhielt. Die Stadt werde aber weiter von der Protestbewegung gehalten. Das rund 50 Kilometer westlich von Tripolis gelegene Sawija war in den vergangenen Tagen immer wieder Ziel von Angriffen Gaddafis.

 

dapd

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