Ministerpräsident Böhmer: Guttenberg noch immer ein Phänomen

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Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (links, CDU) hält den derzeit abgetauchten CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg noch immer für ein besonderes Phänomen.

Leipzig - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer, der in diesem Monat aus dem Amt scheiden wird, hält den derzeit abgetauchten CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg noch immer für ein besonderes Phänomen.

In einem Video-Interview mit der in der Mediengruppe Madsack erscheinenden "Leipziger Volkszeitung" (Freitag) meinte Böhmer: "Das für mich Erstaunlichste ist, dass er auch nach all den Problemen, die zu seinem Abgang geführt haben, immer noch als der beliebteste Bundespolitiker in den Umfragen gewertet wird. Das muss man erst einmal schaffen."

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Auf die Frage, ob er dies als Lob verstanden wissen möchte, sagte Böhmer: "Das weiß ich selber nicht. Es ist auf alle Fälle ein Phänomen, das ich so nicht erwartet hätte." Zum anderen sei auch in der Öffentlichkeit ein sehr zupackender Politikstil in Erinnerung geblieben. "Wie er sich an die Reform der Bundeswehr bis zur Aussetzung der Wehrpflicht herangetraut hat, das war schon relativ erfrischend forsch. Wie man jetzt hören kann, möglicherweise ein wenig zu schnell, denn der jetzige zuständige Minister hat sich mehr Zeit erbeten, um die Sache gründlicher vorzubereiten", ergänzte Böhmer.

mm/tz

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