Mitglieder der Pauli-Partei fordern Verbot

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Wird die Partei von Gabriele Pauli jetzt verboten?

München - Die bayerische Polit-Rebellin Gabriele Pauli muss um den Fortbestand ihrer Partei Freie Union bangen.

Nach dem Rücktritt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Josef Brunner wenden sich auch andere von ihr ab. Zusammen mit weiteren Parteimitgliedern fordere Brunner in einem Brief an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sogar das Verbot der eigenen Gruppierung, berichtete das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel“.

Gabriele Paulis Stationen nach dem Stoiber-Sturz

Gabriele Paulis Stationen nach dem Stoiber-Sturz

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Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli kommt am 18.01.2007 an der Münchner CSU-Parteizentrale an. Kurz zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident Stoiber seinen Rücktritt erklärt. Er gebe das Amt des Regierungschefs am 30. September ab, erklärte Stoiber. Auf dem Parteitag im Herbst werde er auch nicht mehr für den CSU-Parteivorsitz kandidieren. © dpa
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Gabriele Pauli bei der Verleihung des Deutschen Medienpreises 2006 am 07.02.2007. Sie war von 1990 bis 2008 Landrätin des Landkreises Fürth. © dpa
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Als Engel verkleidet scherzt Pauli mit dem Moderator Marcel Gasde, der eine Stoiber-Maske trägt, am 09.02.2007 in Veitshöchheim bei Würzburg (Unterfranken) während der Prunksitzung des Fränkischen Fastnachtsverbandes. © dpa
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Die als Engel verkleidete ehemalige Fürther Landrätin Gabriele Pauli (CSU) und Günther Beckstein (CSU) als Ritter nehmen am 09.02.2007 in Veitshöchheim (Unterfranken) an der Prunksitzung des Fränkischen Fastnachtsverbandes teil. © dpa
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Gabriele Pauli unterhält sich mit dem bayerischen Innenminister Günther Beckstein am 12.05.2007 in Nürnberg (Mittelfranken) am Rande des Bezirksparteitags der CSU Nürnberg-Fürth-Schwabach. © dpa
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Gabriele Pauli zeigt am 21.07.2007 ihr Motorrad-Clubshirt unter ihrem Lederkombi in Zirndorf (Mittelfranken) an ihrem Motorrad. © dpa
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Dann dreht Pauli ihre Runden. © dpa
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Auch in Motorradkluft macht die Polit-Rebellin eine gute Figur. © dpa
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Gabriele Pauli lächelt am Rande der CSU-Vorstandssitzung in München am 23.07.2007. © dpa
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Gabriele Pauli (CSU) sieht sich am 31.08.2007 in ihrem Büro im Fürther Landratsamt in Zirndorf (Mittelfranken) auf der Seite des Internet-Aktionshaus eBay die von ihr während eines umstrittenen Fotoshootings getragenen Latex-Handschuhe an. © dpa
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Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli spricht in Zirndorf (Mittelfranken) auf dem Weinfest des Lions Club am 07.09.2007. © dpa
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Gabriele Pauli, aufgenommen beim CSU-Parteitag in München am 29.09.2007. Dieser läutete Ende ihrer Zeit bei der CSU ein. © dpa
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Als Landrätin wolle sie nicht mehr kandidieren, wie sie im März 2007 bekannt gab. Stattdessen bewarb sie sich um den CSU-Vorsitz. © dpa
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Die Abstimmung verlief verheerend, nur 2,5% der gültigen Stimmen entfielen beim Parteitag auf Pauli. Sie trat schließlich am 21. November 2007 ganz aus der Partei aus.
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Gabriele Pauli hält am 17.01.2008 in Kitzingen (Unterfranken) während der Prunksitzung der Kitzinger Karnevalsgesellschaft (KiKaG) eine Büttenrede. © dpa
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Das Comeback! Am 10.07.2008 zeigt sich Gabriele Pauli bei einer Pressekonferenz der Freien Wähler. © dpa
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Die Freien Wähler haben die 51 Jahre alte frühere CSU-Politikerin Ende Juni als direkte Gegenkandidatin von Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) im Stimmkreis Nürnberg-Nord für die Landtagswahl am 28. September aufgestellt. © dpa
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Bei den Freien Wählern habe Pauli den Eindruck, dass dort jene “Offenheit im Denken da ist“, die sie bei der CSU vermisst habe. © dpa
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Gabriele Pauli im Landtagswahlkampf, wie man sie kennt: Einen großen Schluck nehmend statt wie andere nur nippend ... © dpa
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... oder als Bikerin. © dpa
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Wen sie da wohl wählt? Gabriele Pauli wirft bei der Landtagswahl ihren Stimmzettel in die Urne. © dpa
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Mit Erfolg: Sie zieht als Abgeordnete für die Freien Wähler in den Bayerischen Landtag ein. © dpa
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Beim politischen Aschermittwoch am 25. Februar 2009 kündigte Pauli an, bei der Europawahl im Juni als Spitzenkandidatin anzutreten. Danach schmiedete sie Pläne, mit einer eigenen Partei bei der Bundestagswahl anzutreten. © dpa
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Paulis Ankündigung, eine eigene Partei zu gründen, sorgte bei den Freien Wählern für Kritik. © dpa
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Am 16.06.2009 wurde Pauli (hier neben Fraktionschef Hubert Aiwanger) schließlich aus der Landtagsfranktion der Freien Wähler ausgeschlossen. © dpa
Den Namen ihrer neuen Partei gibt Pauli am 18. Juni 2009 im Münchner Hofbräuhaus bekannt - ihre geplante Veranstaltung im Landtag wurde untersagt. Wie heißt nun die Pauli-Partei: "Freie Union". © dpa
Nach nicht mal einem Jahr an der Partei-Spitze legte Pauli ihr Amt als Vorsitzende am 27. Mai 2010 nieder. Den Einzug in den Bundestag im September 2009 hatte die FU verpasst. © dpa

Brunner, Heike Seise, Peter Frühwald sowie der Bundesschriftführer Daniel Schreiner stuften die Freie Union in dem Schreiben als “verfassungsfeindliche Partei“ ein, gegen die der Minister vorgehen müsse, heißt in dem Bericht. Die Satzung der Partei verstoße gegen das Grundgesetz und das Parteiengesetz. Die vier Abtrünnigen werfen der Chefin auch diktatorische Anflüge vor. So habe Pauli in einer Sitzung des Bundesvorstands verkündet: “Ich bin die Partei.“

Pauli war am Samstag nicht für eine Stellungnahme erreichbar. 

dpa

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