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Morawiecki: Die Wege Polens und Ungarns haben sich getrennt

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Mateusz Morawiecki
„Die Wege Polens und Ungarns haben sich getrennt“, sagt Polens Ministerpräsident angesichts der engen Kontakte Budapests zu Moskau. © Michal Dyjuk/AP/dpa

Budapest hält trotz des Ukraine-Kriegs enge Kontakte nach Moskau - anders als Warschau. Das hat Auswirkungen auf die enge Partnerschaft der beiden EU-Länder.

Warschau - Wegen unterschiedlicher Haltungen zum Ukraine-Krieg hat sich nach Einschätzung des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki die enge Partnerschaft zu Ungarn auseinanderentwickelt. „Die Wege Polens und Ungarns haben sich getrennt“, sagte er nach Angaben der Agentur PAP am Freitagabend bei einem Besuch in Grebkow östlich von Warschau. Morawiecki verwies darauf, dass sich ähnlich auch der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban geäußert habe.

Die EU- und Nato-Mitglieder Polen und Ungarn waren bislang enge Verbündete in der Visegrad-Gruppe mit Tschechien und der Slowakei. Warschau und Budapest sind sich oft auch einig in Kritik an der EU, die sie ihrerseits mit Vertragsverletzungsverfahren überzieht.

Budapest hält enge Kontakte nach Moskau

Polen werde sich nicht am Krieg in der Ukraine beteiligen, sagte Morawiecki. Aber Polen und viele andere Länder versuchten, der Ukraine gegen den russischen Angriff zu helfen und ihr Überleben zu sichern. Orbans Regierung pflegt weiter enge Kontakte nach Moskau. In einer Rede vergangene Woche sagte Orban, Ungarn blicke eher von außen auf den Krieg zwischen zwei slawischen Nationen. Polen dagegen habe das Gefühl, selbst darin zu kämpfen.

Orbans Rede wurde auch wegen rassistischer und antisemitischer Äußerungen international viel kritisiert. dpa

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