Mord an jüdischer Siedlerfamilie: Täter gefasst

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Ein israelischer Soldat prüft die Ausweise von Anwohnern der Stadt Awarta. Hier wurden die Mörder der jüdischen Siedlerfamile festgenommen.

Jerusalem - Mehr als fünf Wochen nach dem Fünffachmord an einer Siedlerfamilie im Westjordanland haben israelische Ermittler die beiden mutmaßlichen palästinensischen Täter festgenommen.

Das berichtete der israelische Rundfunk am Sonntag nach der Aufhebung einer Nachrichtensperre. Die beiden 18 und 19 Jahre alten Jugendlichen stammen laut Medienberichten aus dem arabischen Dorf Awarta, das nur knapp zwei Kilometer von der jüdischen Siedlung Itamar entfernt liegt. Die Festgenommenen sollen die Tat gestanden haben.

Den beiden Palästinensern wird vorgeworfen, am Abend des 11. März in die südlich von Nablus gelegene Siedlung eingedrungen und dort fünf Familienmitglieder getötet zu haben. Das jüngste Opfer war ein drei Monate alter Säugling. Das grausame Verbrechen war weltweit verurteilt worden; darunter auch von der gemäßigten Palästinenserführung in Ramallah.

Israelische Ermittler hatten unmittelbar nach der Tat über das palästinensische Dorf eine Ausgangssperre verhängt. Anschließend mussten Männer wie Frauen laut Bürgermeister Kais Awad Blut- und Speichelproben sowie Fingerabdrücke abgeben.

dpa

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