Muslimbruderschaft zu Gesprächen mit Regierung bereit

Kairo - Die oppositionelle Muslimbruderschaft will nun doch an den Gespräche mit dem ägyptischen Vizepräsidenten Omar Suleiman teilnehmen.

Bereits im Laufe des Tages soll es ein erstes Treffen geben, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira am frühen Sonntagmorgen aus Kairo. Dies habe ein führendes Mitglied der Muslimbruderschaft dem Sender bestätigt.

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Bislang hatte die Muslimbruderschaft Gespräche abgelehnt, solange Präsident Husni Mubarak im Amt ist. Die Bruderschaft gilt - neben Mubaraks Nationaldemokratischer Partei - als die am besten organisierte politische Organisation in Ägypten. Suleiman hatte alle Oppositionsgruppen des Landes nach tagelangen Protesten gegen die Regierung zum Dialog aufgerufen.

Die Führung der Muslimbruderschaft habe bereits konkrete Punkte für die Gespräche genannt, berichtete Al-Dschsira weiter. Neben dem Rücktritt Mubaraks würden auch die Auflösung des Parlaments und die Bildung einer Übergangsregierung gefordert. Ferner sollen die Gewalttaten gegen Demonstranten untersucht und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. Außerdem müsse das Recht auf friedlichen Protest und die freie Berichterstattung der Medien garantiert werden.

dpa

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