Prozess in München

Mutmaßlicher NSU-Helfer verweigert Aussage

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Der Gerichtssaal in München (Archivfoto).

München - Im NSU-Prozess hat ein mutmaßlicher Terrorhelfer am Donnerstag wie erwartet die Aussage verweigert. Gegen Max-Florian B. wird wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung ermittelt.

Er hatte die mutmaßlichen NSU-Mitglieder Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt nach deren Untertauchen 1998 eine Zeitlang Unterschlupf gewährt; zeitweise teilte er seine Zwei-Zimmer-Wohnung in Chemnitz mit den dreien.

Nach dem Suizid von Böhnhardt und Mundlos am 4. November 2011 fanden Ermittler einen auf B. lautenden Pass in ihrem ausgebrannten Campingwagen. Ein Kriminalbeamter berichtete am Donnerstag von der ersten Zeugenvernehmung nach dem Fund. B. hatte Mundlos seinen Personalausweis ausgeliehen. Damit hatte Mundlos für sich einen Reisepass beantragt, der auf B.s Personalien lautete.

Auch eine Geburtsurkunde B.s wurde im Brandschutt der Zwickauer NSU-Wohnung gefunden. Im Ermittlungsverfahren hatte der 36-Jährige umfangreiche Angaben gemacht; vor Gericht berief er sich auf das Recht, die Aussage zu verweigern, um sich nicht selbst zu belasten.

dpa

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