Oberlandesgericht München

Syrischer Terrorhelfer angeklagt

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Ein mutmaßlicher syrischer Terrorhelfer muss sich vor dem Oberlandesgericht München verantworten.

München - Am Oberlandesgericht München ist ein mutmaßlicher Terrorhelfer angeklagt. Der Münchner soll direkt am Terror in Syrien beteiligt gewesen sein. Die Vorwürfe wiegen schwer.

Ab Februar wird am Oberlandesgericht München einem mutmaßlichen syrischen Terrorhelfer der Prozess gemacht. Das Oberlandesgericht München hat die Anklage zugelassen.

Die Vorwürfe gegen den 27-jährigen Münchner sind beachtlich: Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann vor, als Mitglied der extremistischen Gruppe „Junud Al-Sham“ am Terror in Syrien beteiligt gewesen zu sein. Der Mann soll  Anfang Februar zusammen mit rund 1600 Dschihadisten das Zentralgefängnis in Aleppo mit Panzern und Maschinengewehren angegriffen und rund 300 Gefangene befreit haben. Bei den Kämpfen wurden laut Bundesanwaltschaft mindestens zwei syrische Regierungssoldaten und fünf Häftlinge getötet.

Der Angeklagte muss sich wegen gemeinschaftlichen Mordes und versuchter Anstiftung zum Mord verantworten. Auch eine schwere staatsgefährdenden Gewalttat ins Syrien steht auf der Anklageschrift.

Für den Prozess vor dem Oberlandesgericht sind bis April bislang 13 Verhandlungstage vorgesehen. Fünf Sachverständige und 16 Zeugen hat das Gericht geladen.

dpa

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