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Nach McChrystal-Skandal: Strengere Presse-Regeln für US-Militär

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Stanley McChrystal © dpa

Washington - Nach dem Skandal um den Kommandeur der US-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal, gelten für das US-Militär künftige strengere Regeln im Umgang mit der Presse.

Einem Memorandum von Verteidigungsminister Robert Gates zufolge müssten künftig alle Interviews oder anderen öffentlichen Auftritte von hochrangigen Soldaten und Mitarbeitern vorab dem Pentagon gemeldet werden, berichtete die “New York Times“ am Freitag (Ortszeit). Das gelte für Pressekontakte, die von nationalem oder internationalem Interesse sein könnten.

Die neue Order sei eine Reaktion auf das PR-Desaster um General McChrystal vor fast zwei Wochen, auch wenn die Arbeit an dem dreiseitigen Papier zur Öffentlichkeitsarbeit der US-Truppen schon vorher begonnen hätte, schreibt die Zeitung. Präsident Barack Obama hatte sich vorige Woche von seinem Oberbefehlshaber in Afghanistan getrennt, nachdem er und enge Vertraute sich in einem Zeitschriften-Artikel abfällig über Regierungsmitglieder und Diplomaten geäußert hatten. So hatte beispielsweise ein Mitglied von McChrystals Team den Nationalen Sicherheitsberater James Jones als “Clown“ bezeichnet.

dpa

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