Russischer Jet abgeschossen - türkisches Schiff abgedrängt

Nach Zwischenfällen: Putin sagt Gespräch mit Erdogan ab

Moskau - Die russische Regierung hat die Absage eines ursprünglich für Dienstag geplanten Treffens von Staatschef Wladimir Putin mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan bestätigt.

Im Zuge des Streits zwischen Russland und der Türkei ist ein für diesen Dienstag geplantes Treffen von Präsident Wladimir Putin mit seinem Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan abgesagt worden. Das in St. Petersburg vorgesehene Gespräch finde nicht statt, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. Die Beziehungen beider Länder sind nach dem Abschuss eines russischen Jets durch die Türkei im syrisch-türkischen Grenzgebiet am 24. November äußerst angespannt.

Im Schwarzen Meer zwang die russische Marine ein türkisches Schiff zur Kursänderung. Das Handelsschiff habe die Route eines russischen Schleppverbandes mit einer Ölplattform gekreuzt und nicht auf Funksprüche reagiert, teilte die Energiefirma Tschernomorneftegaz am Montag mit. Agenturberichten zufolge nötigten ein Schiff der russischen Küstenwache und ein Schnellboot der Schwarzmeerflotte den türkischen Frachter zum Abdrehen. Am Sonntag hatte ein russisches Kriegsschiff in der Ägäis ein türkisches Boot mit Warnschüssen zur Kursänderung gezwungen.

Wegen des bilateralen Streits fürchten Beobachter Ausschreitungen am Rande des Europa-League-Spiels zwischen Lokomotive Moskau und Fenerbahce Istanbul. Beide Fußballvereine treffen im Februar aufeinander, wie die Auslosung am Montag ergab.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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