Nazi-Tattoo im Spaßbad: Prozess noch vor Weihnachten

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Die zynische und menschenverachtende Inschrift "Jedem das Seine" aus dem KZ Buchenwald beschäftigt jetzt in Form eines Tattoos die Richter. Foto: Martin Schutt

Oranienburg/Neuruppin (dpa) - Noch vor Weihnachten muss sich ein Mann im brandenburgischen Oranienburg vor Gericht verantworten, nachdem sein Nazi-Tattoo vor wenigen Wochen in einem Schwimmbad aufgefallen war.

Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Neuruppin sagte.

Das Amtsgericht Oranienburg habe einem Antrag der Staatsanwaltschaft auf ein beschleunigtes Verfahren stattgegeben und einen Verhandlungstermin am 22. Dezember angesetzt, ergänzte eine Gerichtssprecherin. Die Zeitung "Potsdamer Neueste Nachrichten" hatte zuerst über den bevorstehenden Prozess berichtet.

Der Mann war des Spaßbades in Oranienburg Ende November verwiesen worden, nachdem einem anderen Gast dessen Tattoo mit der Aufschrift "Jedem das Seine" samt Umrissen eines Konzentrationslagers aufgefallen war. Der Satz stand am Haupttor des früheren KZ Buchenwald. Die Polizei nahm daraufhin Ermittlungen auf. Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Angeklagten um einen 27-Jährigen, der für die rechtsextreme NPD im Kreistag Barnim sitzt und Gemeindevertreter in Panketal ist.

PNN-Bericht

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