Nahost-Konflikt

Netanjahu: Offensive in Gaza wird fortgesetzt

+
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Fortsetzung der Offensive seines Militärs im Gazastreifen angekündigt.

Tel Aviv - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Fortsetzung der Offensive seines Militärs im Gazastreifen angekündigt.

„Wir werden den Einsatz nicht beenden, bevor wir die Tunnel (der militanten Hamas) zerstört haben“, erklärte er am Montagabend in einer Fernsehansprache. „Die israelischen Bürger können nicht unter der Bedrohung durch Raketen und Tunnel leben - unter Todesdrohung von oben und von unten“, fügte er hinzu.

Die Kämpfe um den Gazastreifen waren am Montagabend wieder heftig aufgeflammt. Das israelische Militär stoppte einen Durchbruchsversuch von Hamas-Kämpfern durch einen Tunnel auf israelisches Staatsgebiet. Dabei wurden vier Palästinenser getötet. Bei Explosionen in der Stadt Gaza starben zehn Menschen, die meisten von ihnen Kinder. Palästinensische Stellen sprachen von israelischen Raketenangriffen, das israelische Militär von fehlgeleiteten palästinensischen Raketen.

Wie Netanjahu in seiner Ansprache weiter sagte, ist der Kampfeinsatz gegen die Hamas-Tunnel der „erste Schritt zur Entmilitarisierung des Gazastreifens“. Verteidigungsminister Mosche Jaalon, der neben ihm stand, erklärte: „Wir werden nicht zögern, unsere Aktionen auszuweiten, um der Hamas noch mehr Schaden zuzufügen.“

Beobachtern zufolge hat die israelische Führung damit noch keine Ausweitung der Operationen in Gaza angekündigt. Sie behalte sich diesen Schritt notfalls aber vor.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
NSU-Prozess: Plädoyer stockt - das ist der Grund
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Bundesfinanzminister Schäuble vergleicht die Türkei mit der DDR
Trump drängt Senat zu Abstimmung über „Obamacare“
Trump drängt Senat zu Abstimmung über „Obamacare“
Maas: Deutschland braucht mehr Staatsanwälte und Richter
Maas: Deutschland braucht mehr Staatsanwälte und Richter

Kommentare