Danny Fenster

Neue Anklagen gegen US-Journalist in Myanmar

Insein-Gefängnis Yangon
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Wachpersonal steht vor dem Insein-Gefängnis in Yangon. Hier sitzt u.a. der amerikanische Journalist Danny Fenster.

Dem im Mai in Yangon inhaftierten US-Journalisten Danny Fenster droht nach Aussage seines Anwalts eine lebenslange Haftstrafe. Grund sind neue Anklagepunkte.

Yangon - Gegen einen unter der Militärherrschaft in Myanmar festgenommenen amerikanischen Journalisten ist Anklage in zwei weiteren Punkten erhoben worden.

Der seit fünfeinhalb Monaten inhaftierte Danny Fenster, ein leitender Redakteur des englischsprachigen Magazins „Frontier Myanmar“, müsse sich nun auch wegen Terrorismus und Aufruhrs vor Gericht verantworten, sagte sein Anwalt Than Zaw Aung am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Ihm drohe damit eine lebenslange Haftstrafe.

Der 37-Jährige war Ende Mai unmittelbar vor dem Abflug in die USA am Flughafen von Yangon festgenommen worden und sitzt seither im für seine Foltermethoden berüchtigten Insein-Gefängnis. „Wir wissen nicht, warum er wegen dieser neuen Punkte angeklagt wurde“, sagte sein Verteidiger. Bislang wurden Fenster drei Vergehen vorgeworfen, darunter Anstiftung zum Aufruhr.

Das Militär hatte am 1. Februar geputscht und die De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet. Die 76-Jährige sitzt im Hausarrest und muss sich ebenfalls wegen verschiedener mutmaßlicher Vergehen vor Gericht verantworten.

Die Junta unterdrückt jeden Widerstand mit brutaler Gewalt. Mehr als 1200 Menschen wurden nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP bereits getötet. Etwa 10.000 weitere wurden festgenommen, darunter auch viele Journalisten. Andere flohen aus dem Land. Jedoch galten ausländische Medienvertreter lange als relativ sicher. dpa

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