SPD-Politiker fordert seinen Rücktritt

Niebel entschuldigt sich für Teppich-Affaire

Berlin - Die Teppich-Affäre von Entwicklungsminister Dirk Niebel hat nun auch den Bundestag beschäftigt. Der FDP-Politiker entschuldigte sich am Mittwoch vor dem Parlament für den „Fehler“, den er selbst zu verantworten habe.

„Niemand ärgert sich über diesen Vorgang mehr als ich“, sagte Niebel. Der SPD-Abgeordnete Sascha Raabe fordert erneut den Rücktritt des Ministers. Die Opposition forderte erneut den Rücktritt des Ministers. Niebel sei nicht mehr tragbar und solle zurücktreten, sagte der SPD-Abgeordnete Sascha Raabe am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde des Bundestags.

Raabe warf Niebel zudem „Vetternwirtschaft“ in seinem Ministerium vor. Dort würden Leitungsfunktionen durchweg mit eingeschriebenen FDP-Mitgliedern besetzt.

Niebel hatte bei einer Dienstreise nach Afghanistan privat einen Teppich für umgerechnet 1100 Euro erworben und ihn am Zoll vorbei kostenlos nach Berlin bringen lassen. Transportiert wurde der Einkauf von Kabul aus im Mai an Bord eines Flugzeugs von BND-Chef Gerhard Schindler. Erst als dies bekanntgeworden war, hatte der FDP-Politiker eine nachträgliche Verzollung beantragt.

dapd/dpa

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