Stundenlanger Wahlkrimi

Zittersieg für Rot-Grün in Niedersachsen

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Weil kündigte an, er werde auch mit einer Stimme Mehrheit im Landtag regieren.

Hannover - Rot-Grün zittert sich in Niedersachsen an die Macht. Nach einem stundenlangen Wahlkrimi steht fest: Schwarz-Gelb ist nach zehn Jahren Geschichte - trotz sensationeller FDP-Zahlen.

Schwarz-Gelb ist mit einer schmerzhaften Niederlage in das Bundestagswahljahr gestartet. Niedersachsen wird künftig von Rot-Grün regiert. Die CDU/FDP-Koalition von Ministerpräsident David McAllister ist nach zehn Jahren abgewählt. Nach der Landtagswahl vom Sonntag haben SPD und Grüne im Parlament allerdings nur eine Stimme Mehrheit. Neuer Ministerpräsident wird der bisherige hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weil. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest für die Entscheidung im Bund im Herbst. Heute (Montag) beraten die Parteigremien in Berlin und Hannover über die Konsequenzen.

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis verlor die CDU 6,5 Punkte, blieb aber mit 36,0 Prozent stärkste Kraft, gefolgt von der SPD, die auf 32,6 Prozent (plus 2,3) kam. Die Grünen erzielten 13,7 Prozent (plus 5,7), die FDP erreichte 9,9 (plus 1,7) und die Linke 3,1 Prozent (minus 4,0). Mit Überhang- und Ausgleichsmandaten ergibt sich folgende Sitzverteilung: CDU: 54; SPD: 49; Grüne: 20; FDP: 14. Das bedeutet eine Ein-Stimmen-Mehrheit im neuen Landtag für Rot-Grün gegenüber Schwarz-Gelb mit 69 zu 68 Mandaten.

Niedersachsen-Wahl: Die besten Bilder

Niedersachsen-Wahl: Die besten Bilder

Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Ein CDU-Anhänger jubelt am 20.01.2013 im Landtag in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
CDU-Anhänger verfolgen am 20.01.2013 die ersten Hochrechnungen in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
Niedersachsens Justizminister Bernd Busemann (CDU, l.) und Niedersachsens Sozialministerin Ayguel Oezkan (CDU, 2.v.l.) jubeln am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover in den CDU-Fraktionsräumen nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen. © dpa/dapd
Anhänger der CDU feiern am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover das Ergebnis der Landtagswahl. © dpa/dapd
Anhänger der CDU feiern am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover das Ergebnis der Landtagswahl. © dpa/dapd
Anhänger der CDU verfolgen am Sonntag (20.01.13) im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin die ersten Prognosen zur Landtagswahl in Niedersachsen. © dpa/dapd
Anhänger der CDU warten am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover mit Transparenten mit der Aufschrift "I'm a Mac" gespannt auf das Ergebnis der Landtagswahl. © dpa/dapd
Anhänger der CDU warten am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover mit Transparenten mit der Aufschrift "I'm a Mac" gespannt auf das Ergebnis der Landtagswahl. © dpa/dapd
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover nach der Landtagswahl. © dpa/dapd
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover nach der Landtagswahl. © dpa/dapd
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) winkt am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover nach der Landtagswahl. © dpa/dapd
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU, r) gibt SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in einem Fernsehtudio im Landtag die Hand. © dpa/dapd
Der Spitzenkandidat der FDP, Stefan Birkner (v.l.), Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU), der Spitzenkandidat der SPD, Stephan Weil, und der Spitzenkandidat der Grünen, Stefan Wenzel, stehen am Sonntag (20.01.13) im Landtag in Hannover in einem Fernsehstudio nebeneinander. © dpa/dapd
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe gestikuliert am Sonntag (20.01.13) im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin bei einem Pressestatement zur Landtagswahl in Niedersachsen. © dpa/dapd
Besucher der Wahlparty der FDP verfolgen am Sonntag (20.01.13) in der "Bar Celona" in Hannover die Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen. © dpa/dapd
Anhänger der FDP jubeln am Sonntag (20.01.13) im Landtag in Hannover nach Bekanntgabe der ersten Prognosen. © dpa/dapd
Anhänger der FDP jubeln am Sonntag (20.01.13) im Landtag in Hannover nach Bekanntgabe der ersten Prognosen. © dpa/dapd
Anhänger der FDP jubeln am Sonntag (20.01.13) in der "Bar Celona" in Hannover bei der Wahlparty der FDP zur Landtagswahl 2013 in Niedersachsen nach Bekanntgabe der ersten Prognosen. © dpa/dapd
Anhänger der FDP jubeln am Sonntag (20.01.13) in der "Bar Celona" in Hannover bei der Wahlparty der FDP zur Landtagswahl 2013 in Niedersachsen nach Bekanntgabe der ersten Prognosen. © dpa/dapd
Anhänger der FDP jubeln am Sonntag (20.01.13) im Landtag in Hannover nach Bekanntgabe der ersten Prognosen. © dpa/dapd
Anhänger der FDP jubeln am Sonntag (20.01.13) im Landtag in Hannover nach Bekanntgabe der ersten Prognosen. © dpa/dapd
FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner (FDP, M.) nimmt am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover nach den ersten Prognosen zur Landtagswahl Glückwünsche entgegen. © dpa/dapd
FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner (FDP, M.) nimmt am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover nach den ersten Prognosen zur Landtagswahl Glückwünsche entgegen. © dpa/dapd
FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner (r) nimmt am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen Glückwünsche entgegen. © dpa/dapd
Anhänger der FDP jubeln nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner (FDP, M.) jubelt am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover nach den ersten Prognosen zur Landtagswahl zwischen dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Jörg Bode (l.) und dem Parlamentarischen Geschäftsführer Christian Grascha. © dpa/dapd
FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner wird am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover vor einem TV-Auftritt abgepudert. © dpa/dapd
FDP-Generalsekretär Patrick Döring gibt am Sonntag (20.01.13) in der Parteizentrale der FDP im Thomas-Dehler-Haus in Berlin bei der Wahlparty der Partei zur Landtagswahl in Niedersachsen ein Pressestatement zum Ergebnis ab. © dpa/dapd
Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bundestag, Rainer Brüderle (v.l.), der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) applaudieren im Thomas-Dehler-Haus Sonntag (20.01.13) in Berlin während einer Rede des Parteivorsitzenden Philipp Rösler (FDP, nicht im Bild). © dpa/dapd
Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) lächelt Sonntag (20.01.13) in der Parteizentrale der Bundes-FDP im Thomas-Dehler-Haus in Berlin nach der Bekanntgabe von Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen. © dpa/dapd
Der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler wird am 20.01.2013 in der Parteizentrale der FDP in Berlin nach Bekanntgabe der ersten Prognosen für die Landtagswahlen in Niedersachsen von seiner Frau Wiebke geküsst. © dpa/dapd
Anhänger der Grünen jubeln am Sonntag (20.01.13) auf der Wahlparty der Grünen in Hannover nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen © dpa/dapd
Ein Anhänger der Grünen trinkt am Sonntag (20.01.13) in Hannover auf der Wahlparty der Grünen zur Landtagswahl in Niedersachsen einen Cocktail. © dpa/dapd
Anhänger der Grünen verfolgen am Sonntag (20.01.13) in Hannover auf der Wahlparty der Gruenen zur Landtagswahl in Niedersachsen die Wahlberichterstattung. © dpa/dapd
Anhänger der Grünen am Sonntag (20.01.13) auf der Wahlparty der Grünen in Hannover nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen. © dpa/dapd
Anhänger der Grünen jubeln am Sonntag (20.01.13) auf der Wahlparty der Grünen in Hannover nach Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen © dpa/dapd
Die Grünen, Jamie Zoe May und Farid Hassan, stehen am am 20.01.2013 im Fraktionsraum der Grünen im Landtag von Hannover (Niedersachsen) am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
Anhänger der SPD erwarten am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover die ersten Prognosen fuer das Ergebnis der Landtagswahl. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Die beiden Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth und Jürgen Trittin (l), bejubeln zusammen mit den niedersächsischen Grünen, Sven Kindler und Brigitte Pothmer (r), am 20.01.2013 im Landtag von Hannover (Niedersachsen) die erste Hochrechnung in der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
Die beiden Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen, Anja Piel und Stefan Wenzel, bejubeln am 20.01.2013 im Landtag von Hannover (Niedersachsen) am Abend die ersten Hochrechnungen der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
Die beiden Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen in Niedersachsen, Anja Piel und Stefan Wenzel, bejubeln am 20.01.2013 im Landtag von Hannover (Niedersachsen) am Abend die ersten Hochrechnungen der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
SPD-Mitglieder betrachten am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen im Landtag die ersten Prognosen zum Wahlergenis. © dpa/dapd
Anhaenger der SPD erwarten am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover die ersten Prognosen fuer das Ergebnis der Landtagswahl. © dpa/dapd
Anhaender der SPD reagieren am Sonntag (20.01.13) im niedersaechsischen Landtag in Hannover auf die ersten Prognosen zur Landtagswahl in Niedersachsen © dpa/dapd
Anhaender der SPD reagieren am Sonntag (20.01.13) im niedersaechsischen Landtag in Hannover auf die ersten Prognosen zur Landtagswahl in Niedersachsen © dpa/dapd
Anhaender der SPD reagieren am Sonntag (20.01.13) im niedersaechsischen Landtag in Hannover auf die ersten Prognosen zur Landtagswahl in Niedersachsen © dpa/dapd
Anhaender der SPD reagieren am Sonntag (20.01.13) im niedersaechsischen Landtag in Hannover auf die ersten Prognosen zur Landtagswahl in Niedersachsen © dpa/dapd
Anhänger der SPD reagieren am Sonntag (20.01.13) im niedersächsischen Landtag in Hannover auf die ersten Prognosen zur Landtagswahl in Niedersachsen. © dpa/dapd
Anhänger der SPD verfolgen gespannt die ersten Hochrechnungen. © dpa/dapd
Gäste der SPD-Wahlparty verfolgen am 20.01.2013 die ersten Hochrechnungen in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
Parteianhänger der SPD beobachten am 20.01.2013 in der Parteizentrale in Berlin die erste Prognose zur Landtagswahl in Niedersachsen. © dpa/dapd
Jan Stöss, Landesvorsitzender der Berliner SPD, am Sonntag (20.01.13) in der Parteizentrale der SPD in Berlin nach Verkündung der ersten Hochrechnungen in der niedersaechsischen Landtagswahl © dpa/dapd
FDP-Mitglieder jubeln am 20.01.2013 in der Parteizentrale der FDP in Berlin nach Bekanntgabe der ersten Prognosen von den Landtagswahlen in Niedersachsen © dpa/dapd
FDP-Mitglieder jubeln am 20.01.2013 in der Parteizentrale der FDP in Berlin nach Bekanntgabe der ersten Prognosen von den Landtagswahlen in Niedersachsen © dpa/dapd
Landtagskandidatin Doris Schröder-Köpf (SPD/M) verfolgt am 20.01.2013 in Hannover die Bekanntgabe der ersten Prognose zur Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
Doris Schroeder-Koepf (l.), Kandidatin der SPD bei der Landtagswahl 2013, lacht am Sonntag (20.01.13) im Landtag in Hannover. © dpa/dapd
Gerhard Schröder (M, SPD) und der Autor Burkhard Driest (r) sind auf der Wahlparty der SPD am 20.01.2013 und schauen sich die die ersten Hochrechnungen in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen an. © dpa/dapd
Der Spitzenkandidat der Piratenpartei für die Landtagswahl 2013 in Niedersachsen, Meinhart Ramaswamy, und seine Frau Annette verfolgen am Sonntag (20.01.12) in Hannover bei der Wahlparty der niedersächsischen Piratenpartei die erste Prognose der Landtagswahl. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Die fünfjährige Marlene hält am Sonntag (20.01.13) im Landtag in Hannover bei der Wahlparty der SPD zur Landtagswahl in Niedersachsen einen Teddy in den Händen. © dpa/dapd
FDP-Mitglieder jubeln am 20.01.2013 in Berlin nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse der Landtagswahlen in Niedersachsen. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
Nach den ersten Prognosen und Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen hat bei den Parteien in Hannover das große Zittern begonnen. Während einige schon jubeln, müssen andere noch bangen. © dpa/dapd
SPD Spitzenkandidat Stephan Weil winkt am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen im Landtag. © dpa/dapd
SPD Spitzenkandidat Stephan Weil freut sich am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen im Landtag. © dpa/dapd
Der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel (r) und der Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sprechen am 20.01.2013 in der Parteizentrale in Berlin nach den ersten Hochrechnungen zur Landtagswahl in Niedersachsen zu den Parteianhängern. © dpa/dapd
SPD Spitzenkandidat Stephan Weil (M) hebt am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen im Landtag den Daumen. © dpa/dapd
SPD Spitzenkandidat Stephan Weil wird am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in einem Studio für seinen Fernsehauftritt in Niedersachsen im Landtag geschminkt. © dpa/dapd
SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil (l) und FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner stehen am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen vor einem Bildschirm. © dpa/dapd
SPD-Mitglieder betrachten am 20.01.2013 in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen im Landtag die ersten Prognosen zum Wahlergenis mit der möglichen Sitzverteilungen. © dpa/dapd
Teilnehmer der Wahlparty der Piratenpartei von Niedersachsen sehen sich am Sonntag (20.01.12) in Hannover die ersten Prognose für der niedersächsische Landtagswahl an. © dpa/dapd
Teilnehmer der Wahlparty der Piratenpartei von Niedersachsen sehen sich am Sonntag (20.01.12) in Hannover die ersten Prognose für der niedersächsische Landtagswahl an. © dpa/dapd
Der Spitzenkandidat der Piratenpartei für die Landtagswahl 2013 in Niedersachsen, Meinhart Ramaswamy (M.), gibt am Sonntag (20.01.12) in Hannover bei der Wahlparty der niedersächsischen Piratenpartei nach Bekanntgabe der ersten Prognose ein Interview. © dpa/dapd
Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Thüringischen Landtag, Bodo Ramelow, spricht am Sonntag (20.01.13) in Hannover bei der Wahlparty seiner Partei zur Landtagswahl 2013 in Niedersachen. © dpa/dapd
Die Landesvorsitzende der Linken in Niedersachsen, Giesela Brandes-Steggewentz, spricht am Sonntag (20.01.13) in Hannover bei der Wahlparty ihrer Partei zur Landtagswahl 2013 in Niedersachen. © dpa/dapd
Manfred Sohn, Spitzenkandidat der Partei Die Linke, steht am 20.01.2013 im Landtag in Hannover am Abend der Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
Wahlhelfer sortieren am 20.01.2013 am späten Nachmittag bei der Kreisverwaltung in Verden (Aller) (Niedersachsen) vor Schließung der Wahllokale die Briefwahlumschläge. © dpa/dapd
Wahlhelfer schütten am 20.01.2013 in Verden (Aller) (Niedersachsen) nach Schließung der Wahllokale eine Wahlurne zur Stimmenauszählung für die Landtagswahl 2013 in Niedersachsen aus. © dpa/dapd
Wahlhelfer sortieren am 20.01.2013 in Verden (Aller) (Niedersachsen) nach Schließung der Wahllokale die Stimmzettel zur Stimmenauszählung für die Landtagswahl 2013 in Niedersachsen. © dpa/dapd
Ein Wahlhelfer sortiert am Sonntag (20.01.13) in Lüneburg waehrend der Auszaehlung von Stimmen im Rahmen der niedersächsischen Landtagswahl Stimmzettel. © dpa/dapd

FDP und Grüne erzielten jeweils ihre besten Ergebnisse bei einer Landtagswahl in Niedersachsen. Stundenlang sah es am Wahlabend in den Hochrechnungen nach einem Patt oder knappen Sieg von Schwarz-Gelb aus. Die CDU fuhr aufgrund einer massiven FDP-Zweitstimmenkampagne eines ihrer schlechtesten Ergebnisse ein. Die SPD legte leicht zu. Die Linke flog aus dem Landtag, auch die Piraten scheiterten klar an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Wahlbeteiligung stieg leicht auf 59,4 Prozent.

Mit dem Sieg machte Rot-Grün acht Monate vor der Bundestagswahl eine Kampfansage an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Schwarz-Gelb in Berlin. Der in der Kritik stehende SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erhält neuen Auftrieb. Dem angeschlagenen FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler verschaffte das beste Niedersachsen-Ergebnis seiner Partei - fast 10 Prozent - deutlich Luft.

Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki, einer der schärfsten Rösler-Kritiker, sieht nun die Debatte über den Parteichef als erledigt an. „Die Frage nach personellen Konsequenzen an der FDP-Spitze ist nach diesem Wahlergebnis nur noch etwas für Komiker“, sagte er der „Leipziger Volkszeitung“ (Montag). Entwicklungsminister Dirk Niebel pocht aber trotzdem darauf, die Entscheidung über die Aufstellung der Partei für die Bundestagswahl vorzuziehen. Die Situation der Bundespartei habe sich nicht verbessert, sagte er der „Welt“ (Montag). „Daher bleibe ich bei meiner Forderung nach einem vorgezogenen Bundesparteitag.“

Sie waren die Chefs der FDP

Sie waren die Chefs der FDP

12 Parteivorsitzende hatte die FDP seit Gründung der Bundesrepublik. Drei davon sind auf diesem Foto zu sehen: Von links Walter Scheel, Hans-Dietrich Genscher und Guido Westerwelle. Ein Überblick über die FDP Chefs. © dpa
Theodor Heuss (1948 bis 1949): Heuss (Mitte) wurde am 12. Dezember 1948 auf dem Gründungsparteitag der Freien Demokratischen Partei (FDP) zum Vorsitzenden in Westdeutschland und Berlin gewählt. Heuss war von 1949 bis 1959 der erste Bundespräsident der Bundesrepublik. Nach seiner Wahl ins Amt legte er den Parteivorsitz nieder. © dpa
Franz Blücher (1949 bis 1954): Blücher war von 1949 bis 1957 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Entwicklungshilfe). 1956 der Stellvertreter Kanzler Konrad Adenauers (CDU) aus Protest gegen den Koalitionswechsel der NRW-FDP von der SPD zur CDU aus der Partei aus. Er gehörte zu den Mitbegründern der FVP, die sich später der Deutschen Partei anschloss. © dpa
Thomas Dehler (1954 bis 1957): Dehler war Von 1949 bis 1953 Bundesminister der Justiz. Die Bundesparteizentrale der FDP war bis 1999 in Bonn im "Thomas-Dehler-Haus". Die neue Berliner Bundesgeschäftsstelle heißt ebenfalls Thomas-Dehler-Haus. © dpa
Reinhold Maier (1957 bis 1960): Maier war der erste Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Von 1957 bis bis zu seinem Tod 1971 war er Ehrenvorsitzender der FDP. Maier war bislang der einzige FDP-Chef, der Regierungschef in einem noch heute existierenden deutschen Bundesland war. Nach ihm ist die FDP-nahe Reinhold-Maier-Stiftung benannt. © dpa
Erich Mende (1960 bis 1968): Das Foto zeigt den "schönen Erich", so der Spitzname des stets adretten Ritterkreuzträgers Mende, bei einem Empfang mit seiner Frau Margot. Mende war von 1963 bis 1966 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen und Vizekanzler. Aus Protest gegen die sozialliberale Koalition aus SPD und FDP trat Mende 1970 in die CDU ein. © dpa
Walter Scheel (1968 bis 1974): Scheel war von 1961 bis 1966 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und von 1969 bis 1974 Außenminister sowie Vizekanzler. Von 1974 bis 1979 war er zudem Bundespräsident. Scheel ist der einzige FDP-Chef, der einen Top-Ten-Hit hatte: Und zwar mit dem Volkslied "Hoch auf dem geben Wagen" (1974 Platz 5 ). © dpa
Hans-Dietrich Genscher (1974 bis 1985): Genscher war von 1969 bis 1974 Bundesinnenminister sowie von 1974 bis 1992 fast ununterbrochen Außenminsiter und Vizekanzler. 1992 wurde wurde Genscher zum Ehrenvorsitzenden der FDP ernannt. © dpa
Martin Bangemann (1985 bis 1988): Bangemann war von 1984 bis 1988 Bundeswirtschaftsminister und von 1989 bis 1999 EU-Kommissar für den Binnenmarkt (bis 1993) bzw. für Industriepolitik, Informationstechnik und Telekommunikation. Anschließend ging er zum spanischen Telefon-Konzern Telefónica. © dpa
Otto Graf Lambsdorff (1988 bis 1993): Lambsdorff war von 1977 bis 1982 Bundesministerwirtschaftsminister. Nach dem Wechsel der FDP von einer Koalition mit der SPD zur Union war er nach kurzer Unterbrechung von 1982 bis 1984 weiter Wirtschaftsminister. Von 1999 bis 2000 führte er die Verhandlungen über Entschädigung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter. © dpa
Klaus Kinkel (1993 bis 1995): Kinkel war von 1979 bis 1982 Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Von 1991 bis 1992 war er Bundesjustizminister und von 1992 bis 1998 Bundesaußenminister. Zudem war Kinkel von 1993 bis 1998 Vizekanzler. © dpa
Wolfgang Gerhardt (1995 bis 2001): Gerhardt war von 1987 bis 1991 Hessischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst sowie von 1998 bis 2006 Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Im Juni 2010 wurde Gerhardt zum Mitglied der Programmkommission gewählt, die bis 2013 ein neues FDP-Programm erarbeiten wird. © dpa
Guido Westerwelle (2001 bis 2011): Westerwelle war von 2006 bis 2009 Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und Oppositionsführer im Bundestag. Seit 2009 ist Westerwelle Außenminister und Vizekanzler in der schwarz-gelben Koalition aus CDU, CSU und FDP. Im April 2011 hat er nach Wahlniederlagen seinen Rückzug vom Parteivorsitz angekündigt. © dpa
Philipp Rösler (ab Mai 2011): Nach dem Rücktritt von Guido Westerwelle wird Rösler im Mai auf dem FDP-Bundesparteitag als Parteivorsitzender kandidieren. Von 2000 bis 2004 war er Generalsekretär der FDP in Niedersachsen. Von Februar bis Oktober 2009 war er niedersächsischer Wirtschaftsminister. Dann wechselte er ins Bundeskabinett. Geboren in Vietnam wurde Rösler als Flüchtlingskind von einem deutschen Ehepaar adoptiert. © dpa
Christian Lindner (ab Dezember 2013): Der studierte Politikwissenschaftler, der mit einer Journalistin verheiratet ist und in der Nähe von Düsseldorf lebt, galt schon früh als Wunderkind der FDP. Mit 21 Jahren wurde er jüngster Abgeordneter im Düsseldorfer Landtag, mit 25 Generalsekretär der Landespartei. Der neue Chef will die Partei sozialer machen, er will Lagerdenken überwinden und die FDP für neue Wählergruppen und Koalitionen öffnen. © dpa

Wahlsieger Weil (54) erklärte, er werde auch mit nur einer Stimme Mehrheit im Landtag regieren. „Ich freue mich jetzt auf fünf Jahre Rot-Grün.“ McAllister (42) beanspruchte die Regierungsbildung für sich und kündigte an: „Wenn es nicht reicht für eine Fortsetzung des Bündnisses von CDU und FDP, würden wir als stärkste Kraft mit allen politischen Parteien Gespräche führen. Natürlich auch mit der SPD.“ Der CDU-Politiker hatte die Landesregierung 2010 nach der Wahl seines Vorgängers Christian Wulff zum Bundespräsidenten übernommen.

Die FDP mit Umweltminister Stefan Birkner an der Spitze hatte im Wahlkampf vehement um Zweitstimmen von CDU-Wählern geworben - mit Erfolg. Die Forschungsgruppe Wahlen sprach von einem „Last-Minute-Transfer im schwarz-gelben Lager“: 80 Prozent der aktuellen FDP-Wähler wählten eigentlich CDU. Am Ende verteidigte die FDP nach Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen den dritten Landtag in Folge. Das sei auch ein Erfolg Röslers, sagte Generalsekretär Patrick Döring.

Die Niedersachsen-SPD litt unter fehlendem Rückenwind aus Berlin, wo Steinbrück seit Wochen wegen seiner Nebenverdienste und Äußerungen zum Kanzlergehalt in der Kritik steht und in den Umfragen abgestürzt ist. Steinbrück räumte ein, dass es aus Berlin keine Unterstützung für Hannover gegeben habe. „Es ist mir auch bewusst, dass ich maßgeblich dafür eine gewisse Mitverantwortung trage.“ Gleichwohl stärkte Parteichef Sigmar Gabriel ihm den Rücken: „Was wären wir für ein jämmerlicher Haufen, wenn wir gleich den Kandidaten auswechseln würden, wenn der Wind mal von vorne kommt.“

dpa

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