Nordkorea: Halbinsel am Rande eines Kriegs

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Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il.

Seoul - Nach dem Angriff auf eine südkoreanische Insel durch seine Streitkräfte hat Nordkorea ein geplantes Seemanöver der USA mit Südkoreas mit scharfen Tönen kritisiert.

Die koreanische Halbinsel werde durch das Manöver näher an den Rand eines Krieges getrieben, hieß es nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag in den staatlichen nordkoreanischen Medien. “Kriegslüsterne Elemente“ hätten erneut einen rücksichtlosen Plan für “Kriegsübungen“ entwickelt, die sich gegen Nordkorea richteten.

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Einen Tag nach dem nordkoreanischen Artillerieüberfall auf die Insel Yonpyong hatten die US-Streitkräfte am Mittwoch angekündigt, zusammen mit südkoreanischen Einheiten am Sonntag ein viertägiges Manöver im Gelben Meer zu beginnen. Damit soll einmal mehr militärische Stärke gegenüber Pjöngjang demonstriert werden. Nordkorea hatte im Juli angesichts eines südkoreanisch-amerikanischen Großmanövers mit einem “heiligen Krieg“ und dem Einsatz mit Atomwaffen gedroht.

Bei dem Angriff auf die Insel Yonpyong im Gelben Meer waren am Dienstag zwei Soldaten und zwei Zivilisten getötet worden. Südkorea, das dem Nachbarland schwere Provokation vorwirft, hatte nach eigenen Angaben das Feuer erwidert. Nordkorea hatte am Donnerstag mit weiteren Angriffen gedroht. Falls es weiter provoziert werde, würde Nordkoreas Militär weitere Vergeltungsschläge ausführen, hatte das Regime erklärt.

dpa

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