Seoul droht mit militärischen Reaktionen

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Dieses Kriegsschiff Südkoreas wurde Ende April mit einem Torpedo versenkt. Die Regierung in Seoul macht Nordkorea dafür verantwortlich.

Seoul - Die angespannte Lage zwischen Nord- und Südkorea spitzt sich zu: Nach der Versenkung eines Kriegsschiffs hat Seoul dem kommunistischen Norden mit militärischen Reaktionen gedroht.

Nach der Versenkung eines seiner Kriegsschiffe hat Südkorea dem Nachbarland Nordkorea im Fall weiterer “Provokationen“ mit scharfen militärischen Reaktionen gedroht. US-Präsident Barack Obama hat Südkorea im Streit um den Untergang des Kriegsschiffs “Cheonan“ seine volle Unterstützung zugesagt. Das teilte das Weiße Haus am Montag mit.

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Seoul wirft dem kommunistischen Norden vor, das Schiff angegriffen zu haben. Präsident Lee Myung Bak kündigte am Montag in einer Fernsehansprache außerdem an, wegen des Schiffsuntergangs den Weltsicherheitsrat anzurufen und den Handel und Austausch mit Nordkorea einzustellen. Die Durchfahrt in den Gewässern Südkoreas werde für nordkoreanische Handelsschiffe gesperrt. Die koreanische Halbinsel befinde sich an einem “kritischen Wendepunkt“, warnte Lee.

Das ist Nordkorea

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Südkorea stützt seine Vorwürfe auf die Untersuchungen eines internationalen Expertenteams, das den Untergang der Korvette “Cheonan“ Ende März auf einen Torpedoangriff durch Nordkorea zurückgeführt hat. Bei dem Zwischenfall nahe der innerkoreanischen Seegrenze im Gelben Meer wurden 46 Matrosen getötet. Nordkorea bestreitet, das Schiff versenkt zu haben und drohte bei Vergeltungsaktionen mit “harten Maßnahmen, bis zum Krieg“.

Südkorea habe “immer wieder Nordkoreas Brutalität“ hingenommen, sagte Lee. “Aber die Dinge haben sich jetzt geändert.“ Südkorea werde keine Provokationen Nordkoreas mehr dulden. Falls die Gewässer Südkoreas, dessen Luftraum oder Territorium verletzt würden, werde das Land sofort von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen. Jede Zusammenarbeit mit Nordkorea sei unter den gegebenen Umständen sinnlos. Eine Ausnahme soll es jedoch für den gemeinsamen Industriepark in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong und für humanitäre Hilfe geben.

dpa/dapd

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